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Was bei geblitzten Porträts zu beachten ist |
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Kompakte Digitalkameras verfügen meist über mehrere eingebaute Blitzfunktionen, die sich auch kreativ nutzen lassen - zum Beispiel in der Porträtfotografie. Eine dieser nützlichen Automatiken ist der Aufhellblitz, der auch bei Tageslicht eingesetzt werden kann. Aber ein Blitz? Bei Tageslicht? Das muss kein Widerspruch sein. Denn selbst bei hellstem Sonnenschein gilt: Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Je nachdem, wie die Sonne steht, liegt ein Gesichts- oder Körperteil des Porträtierten im Dunkeln. Ist dieser Effekt nicht ausdrücklich gewünscht, hilft ein dezenter Aufhellblitz - er hellt die schattierten Bereich unauffällig etwas auf. Wählen Sie einfach bei Ihrer Digitalkamera im Blitzmenü die Funktion "Aufhellblitz" oder "Blitz (immer) an", und die Automatik schaltet ungeachtet der Lichtverhältnisse immer den Blitz zu.
Übrigens funktioniert Aufhellblitzen auch bei allen Motiven, bei denen der Vordergrund dunkel und der Hintergrund hell erscheint, also beispielsweise bei Gegenlichtaufnahmen (außer man wünscht ausdrücklich Silhouettenbilder) oder bei Fotos, die aus dem Schatten ins Helle hinein aufgenommen werden. Das gilt natürlich nur für Motive, die sich in Reichweite Ihres Blitzes befinden. Die Farbtemperatur des Aufhellblitzes entspricht dabei der des mittleren Tageslichtes, so fällt die Mischung zwischen Tages- und Blitzlicht nicht auf.
Fotografieren Sie Porträts in einem dunklen Umfeld, tritt schnell der "Rote-Augen-Effekt" auf. Dabei erhält der Porträtierte nicht seine natürliche Augenfarbe, sondern rote Augen. Das einfallende Blitzlicht fällt durch die im Dunkeln weit geöffneten Pupillen auf die dahinter liegende Netzhaut, die das Licht aufgrund ihrer Durchblutung rot reflektiert. Abhilfe schafft die "Rote-Augen-Reduktion", die vor dem eigentlichen Blitz einen Vorblitz zündet. Dieser verkleinert die Pupillen und reduziert somit die Reflexion auf der Netzhaut.
Egal in welchem der Blitzmodi Sie fotografieren, achten Sie darauf, dass sich Ihr Vordergrundmotiv in einem Abstand von zirka 1,5 bis 4 Metern vor der Kamera befindet. Die genauen Angaben zur Blitzreichweite und zum Mindestabstand sind von Kamera zu Kamera beziehungsweise von Blitz zu Blitz verschieden und lassen sich in der Bedienungsanleitung nachlesen. Unterschreiten sie den Mindestabstand, dann überstrahlt Ihr Blitzlicht das Motiv, und die Aufnahme wird überbelichtet. Steht Ihr Motiv zu weit weg, verpufft der Blitz ohne jegliche Wirkung. Klassisches Beispiel für den letztgenannten Fall ist das Blitzlichtgewitter, das bei großen Sportveranstaltungen auf den Stadionrängen zu sehen ist: Tausende Hobbyfotografen sind hinterher enttäuscht, wenn sie ihre falsch belichteten Abzüge oder Digitalbilder betrachten.
Ein Tipp zum Schluss: Bei der Digitalkamera sorgt der Weißabgleich für die richtige Farbwiedergabe bei unterschiedlichen Lichtsituationen. Die automatische Einstellung des Weißabgleichs liefert zwar gute Ergebnisse, bessere Bilder gelingen allerdings, wenn Sie die Voreinstellung "Blitz" wählen, sofern Ihre Kamera diese einstellung erlaubt.
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