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Die richtige Polarität des Netzsteckers |
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Wie herum steckt man einen Stecker in die Steckdose? "Ist doch egal" werden die meisten sagen. "Es ist doch ohnehin Wechselspannung". Das ist auch weitgehend richtig, doch bei einer HiFi-Anlage mit mehreren Komponenten kann sich die falsche Polarität eines Steckers negativ auf den Klang auswirken. Der Grund hierfür liegt beim sogenannten "Ruhepotential", welches sich aufgrund von Wicklungskapazitäten im Netzteil, Schaltkapazitäten und hochfrequenter Einstrahlung auf dem Gehäuse jeder Komponente mit Euro-Stecker ausbildet. Bei Geräten mit Metall-Front ist dies durch ein leichtes Kribbeln zu spüren, wenn mit dem Finger darüber fährt. Grundsätzlich ist dieses Ruhepotential ungefährlich, doch da es je nach Steckerpolarität unter den Komponenten der HiFi-Anlage verschiedene Ruhepotentiale gibt, findet ein ständiger Potentialausgleich zwischen den Geräten statt. Dieser Ausgleichsstrom fließt über die Abschirmung der Signalleitungen (Cinch-Kabel). Da die Abschirmung jedoch auch zum Signaltransport benutzt wird, überlagern sich Signal- und Ausgleichsstrom und die Signalqualität leidet entsprechend.
Es ist also erstrebenswert, dass alle angeschlossenen Komponenten möglichst das gleiche Ruhepotential besitzen, da in diesem Fall kein Ausgleichsstrom fließt. Um dies zu gewährleisten, muss mit Hilfe eines Spannungsmessgerätes und eines Phasenprüfers die Polarität der einzelnen Geräte aufeinander abgestimmt werden. Dies funktioniert folgendermaßen:
Zunächst werden alle Komponenten vom Netz getrennt und sämtliche Verbindungskabel entfernt. Mit dem Phasenprüfer, einem Schraubenzieher mit Glimmlampe, wird in der Steckdose der Leiter mit Phase ermittelt. Bei Phase glimmt die Lampe. Dieser Anschluss wird nun markiert, um diese Aktion nicht wiederholen zu müssen, wenn ein Gerät mal aus der Steckerleiste entfernt wird. Das zu prüfende Gerät wird hiernach wieder ins Stromnetz eingesteckt und eingeschaltet. Nun kommt das Spannungsmessgerät zum Einsatz, wobei der Messbereich auf 200 Volt Wechselspannung eingestellt wird. Die Messung erfolgt zwischen dem metallenen Schutzleiter der Steckdose (Metall-Federn) und dem Gehäuse des Gerätes oder der Abschirmung einer entsprechenden Cinch-Buchse. Nachdem dieser Wert ermittelt ist, wird der Netzstecker um 180° gedreht und die Messung wiederholt. In der Regel belässt man es dann bei dem Zustand mit der geringeren Fehlspannung. Wenn die anderen Geräte von dieser Spannung extrem abweichen, kann jedoch auch der höhere Wert der richtige sein, denn in erster Linie soll ja das Potential unter den Geräten möglichst gering sein. Im Optimalfall misst man bei allen angeschlossenen Komponenten die gleiche Fehlspannung. Nachdem alle Geräte angepasst sind, sollten wiederum die Stecker markiert werden, damit die Prozedur nach einer Netztrennung nicht wiederholt werden muss.
Diese Maßnahme muss nun nicht unbedingt einen klanglichen Quantensprung bedeuten, doch man kann sich immerhin sicher sein, dass Störungen aus dieser Richtung minimiert wurden.
ACHTUNG: Berühren Sie niemals die innenliegenden Kontakte der Steckdose sondern nur die Metall-Federn des Schutzkontaktes. Andernfalls besteht Lebensgefahr!
Die Casisoft MindWare GmbH und asbyon.com übernehmen keinerlei Haftung für körperliche und materielle Schäden.
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