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Bildpunkt und Druckpunkt, zwei unterschiedliche Dinge... |
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Die Zusammenhänge zwischen Bildauflösung, Druckverfahren und Papiergröße scheinen auf den ersten Blick etwas verwirrend zu sein. Befasst man sich mit diesem Thema aber etwas ausführlicher, wird die gesamte Thematik doch verständlich. |
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Der Bildpunkt |
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Um die Wandlung eines digitalen Bildes in ein Papierbild besser verstehen zu können, ist es sinnvoll, sich zuerst das Grundelement eines jeden digitalen Bildes, den Bildpunkt (Pixel) genauer zu betrachten.
Jedes digitale Bild besteht aus einem Mosaik von Bildpunkten. Die Auflösung des digitalen Bildes wird vom ursprünglichen Bildaufnehmer bestimmt und durch die Angabe ppi (pixel per inch) definiert. Jedes Pixel besitzt hierbei eine Farbinformation aus einem rotem, einem grünen oder einem blauen Anteil. Jede dieser drei Informationen kann einen Wert zwischen 0 und 255 annehmen (insgesamt 256 Werte).
Hat jede Farbinformation den Wert 255, ergibt sich durch die Integrationswirkung des menschlichen Auges (bei einem entsprechenden Betrachtungsabstand) Weiß. Stehen alle Werte auf 0, ergibt sich Schwarz. Da jede Farbinformation 256 Abstufungen haben kann, können insgesamt 256x256x256 = 1,7 Millionen Farbkombinationen aus den Werten Rot, Grün und Blau erzeugt werden. Mit dieser Menge Farben lassen sich auf einem Bildschirm oder Display die feinsten Abstufungen und Verläufe darstellen.
Die Ausgabe der einzelnen Bildpunkte auf einem Display, Bildschirm oder Drucker wird durch die geometrische Auflösung dpi (dots per inch - 1 inch = 2,54cm) definiert.
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Der Druckpunkt |
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Im Gegensatz zur Farbenvielfalt des digitalen Bildes, das über die Grafikkarte des PCs zur Anzeige kommt, kann ein normaler Tintenstrahl- oder Laserdrucker nur mit den vier Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz aufwarten (einige hochwertige Drucker arbeiten zusätzlich mit einem hellerem Cyan und einem hellerem Magenta). Um hier z.B. die Farbwerte R=45, Blau=100 und Grün=162 darzustellen, müssen die "Farbkleckse" der verfügbaren vier Farben gemischt werden. Das geschieht aber nicht durch ein übereinandersetzen ("mischen") der Farbpunkte (wie bei Pinsel und Farbe), sondern durch dichtes nebeneinandersetzen der einzelnen Punkte in ein Raster. Die eigentliche "Mischung" erfolgt dann durch die Integrationswirkung des menschlichen Auges. Wie viele Farbabstufungen so dargestellt werden können wird durch die Anzahl Farben und die Rasterstruktur bestimmt.
Das Raster Das Rasterprinzip ist vom Buch- und Zeitschriftendruck her bekannt. Hier werden die Farbpunkte auf ein regelmäßiges Raster gesetzt (feste Rasterweite). Die Rasterweite wird mit lpi (lines per inch) angegeben. Beim Buchdruck beträgt die Rasterweite z.B. 150 lpi. Moderne Tintenstrahl-Drucker arbeiten nach einem anderen Verfahren. Hier werden die farbigen Druckpunkte mit einer zufälligen Streuung, also ohne feste Rasterweite verteilt. Man nennt dieses Verfahren "Error Diffusion". Eine genaue Berechnung wie viele Druckpunkte nun auf eine Rastereinheit entfallen ist hier nicht mehr möglich. Als Ergebnis erhält man aber einen deutlich besseren (fotorealistischen) Bildeindruck. D.h. aber, um einen einzigen Bildpunkt des digitalen Bildes mit der Farbenvielfalt von 1,7 Millionen Farbkombinationen zu "simulieren" muß der Drucker jede Menge Druckpunkte setzen. Daraus folgt: Ein Bildpunkt aus dem digitalen Bild (ppi) ist nicht gleich dem Punkt eines Druckers (dpi). Je mehr Punkte nebeneinander sitzen, desto mehr Farbabstufungen können dargestellt werden.
Moderne Tintenstrahl-Drucker arbeiten mit Auflösungen von 720, 1440 oder sogar 2880 dpi. Je höher also die mögliche Auflösung des Druckers ist, desto feiner lassen sich die Druckpunkte (Farbmischungen) erstellen. Für fotorealistische Papierausgaben sind solche Drucker in der Lage 150 bis 300 Bildpixel pro Inch (ppi) zu drucken.
Die Bildgröße Auf die Ausgabegröße des Papierbildes haben die Rasterverfahren keine Auswirkung. Für die Ausgabegröße ist allein die Anzahl der Pixel pro Inch (ppi) verantwortlich. Wenn man weiß, welche Druckauflösung ein Druckverfahren leisten kann, läßt sich anhand der Pixelmenge die Ausgabegröße ziemlich genau berechnen (das machen aber in der Regel Bildbearbeitungsprogramme von selbst).
Beispiel für ein digitales Bild mit von 2832x2128 Pixel und 200ppi:
Breite = 2832Pixel : 200ppi x 2,54cm = 35,97cm Höhe = 2128Pixel : 200ppi x 2,54cm = 27,03cm
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