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100Hz - die Technik gegen das Großflächenflimmern |
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Die Entwicklung der 100Hz Technik war ein schwerer Weg. Bis zur heutigen Leistungsfähigkeit der Geräte vergingen mehr als 10 Jahre.
Die Herausforderung war, bei nach wie vor von der Quelle gelieferten 50 Bildern/s, alle 10ms (100Hz) ein flimmerfreies Bild zu erzeugen. Die ersten 100Hz Geräte lösten diese Aufgabe auf einem sehr einfachen Weg. Ein alle 20ms ankommendes Halbbild wurde in einem Speicher zwischengelagert und einfach zweimal (alle 10ms) nach dem Muster A0,A0',B0,B0' ausgelesen. Das Großflächenflimmern war auf einen Schlag beseitigt.
Diese einfache "Bildverdopplung" funktionierte allerdings nur bei statischen Bildinhalten (Standbildern) hervorragend. Bei dynamischen Bildern (Bilder mit Bewegung) handelte man sich jetzt neue Fehler ein, die besonders bei starken Kontraständerung zwischen einzelnen Halbbildern augenfällig wurden. Das kann man sich folgendermaßen vorstellen: Wenn in einem Halbbild die Zeile 3 schwarz geschrieben wurde, im darauffolgenden Halbbild die Zeile vier weiß und im nächsten Halbbild die Zeile 3 wieder schwarz, "ruckelt" das Bild an dieser Stelle. Man nennt diese Störung "Zeilenflimmern".
Abhilfe gegen das Zeilenflimmern Natürlich ließen sich die Techniker gegen das Zeilenflimmern etwas einfallen. Beim Auslesen der Halbbilder aus dem Speicher verändert man die Reihenfolge von A,A',B,B' nach A,B,A',B' d.h. man verkürzt die Vollbildzeit auf 20ms. Wirkungsvoll ist diese "Zeilenflimmerreduktion" aber auch nur bei Bildfolgen, deren Inhalt sich nicht wesentlich ändert. Bilder mit sich schnell bewegenden Inhalten (Fußball) oder der beliebte "Nachrichtenticker" bei n-tv, neigen hier zum Ausreißen der horizontalen Kanten (Bewegungsartefakte). Aus diesem Grund lässt sich bei vielen 100Hz TV-Geräten die Zeilenflimmerreduktion über die Fernbedienung abschalten.
Bewegungsadaptive Lösung Der richtige Durchbruch der 100Hz Technik gelang erst in jüngster Zeit. Mit Hilfe von speicherintensiven Schaltungen und komplexen mathematischen Rechenanweisungen werden Bewegungen in den einzelnen Halbbildern erkannt und fehlenden Informationen hinzugerechnet. Die Folge solcher "bewegungsadaptiver" Lösungen sind ruckel- und flimmerfreie Bilder.
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100Hz Konzepte |
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Heute ermöglicht die Digitaltechnik eine 100Hz Technologie auf hohem Niveau. Alle Hersteller liefern 100Hz Geräte, die mit unterschiedlichen Marketing-Begriffen belegt sind. Das Ergebnis ist ein Begriffswirrwarr, der Aufklärung bedarf.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei 100Hz Konzepte, die sich im Aufwand und natürlich in der Wirkung unterscheiden. Das eine, preiswertere Konzept beseitigt Großflächenflimmern und Zeilenflimmern nur bei Standbildern (z.B. Videotext). Das zweite, aufwendigere Konzept arbeitet zusätzlich mit einer Bewegungserkennung und eliminiert Zeilenflimmern und Kantenausfransen auch bei sich schnell bewegenden Bildern.
Einige Hersteller gehen bei der Eliminierung des Großflächen- und Zeilenflimmerns noch weiter und erhöhen zusätzlich die Zeilenzahl. Philips nennt sein Konzept "Pixel Plus", Panasonic nennt es "Acuity" und JVC D.I.S.T.
Eine Übersicht über die einzelnen Konzepte finden Sie im Lexikon -> 100Hz Konzepte.
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