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HD-DVD

 
 Überblick

   Was ist HD-DVD?
   Die Technik
   Kompatibilität
   Varianten
   Besonderheiten

 Themen-Link

   Blu-ray
   DVD
 







Was ist HD-DVD
HD-DVD steht für High Definition-DVD, was an das bekannte HDTV angeknüpft ist.
Wie auch die konkurrierende Blu-ray Disc (BD) soll die HD-DVD langfristig die Nachfolge der DVD antreten.

Hauptmerkmal ist die höhere Speicherkapazität, was eine deutlich höhere Bildauflösung gegenüber herkömmlichen PAL-DVDs erlaubt. So können etwa Spielfilme in voller HDTV-Auflösung gespeichert und natürlich abgespielt werden.

Die Technik
Eine HD-DVD besitzt derzeit eine Speicherkapazität von 15GB pro Informationsschicht. Werden mehrere dieser Schichten übereinander auf den Träger aufgetragen, erhöht sich die Speicherkapazität entsprechend der Anzahl. Derzeit sind einlagige mit 15GB und zweilagige Medien mit 30GB Kapaizität erhältlich.
Darüber hinaus bietet die Firma Toshiba eine dreilagige HD-DVD ROM mit 45GB, welche jedoch nur gelesen werden kann.

Der HD-DVD Standard wurde am 19. November 2003 von der HD-DVD Promotion Group (vormals Advanced Optical Disc-Konsortium AOD) verabschiedet.
Mittlerweile wird das HD-DVD Format von NEC, Microsoft, Toshiba, INTEL und IBM unterstützt. Darüber hinaus bekennen sich die Filmproduzenten Time Warner, Paramount und Universal zur HD-DVD.



Durch die kürzere Wellenlänge besitzt der blaue Laser der HD-DVD
einen kleineren Fokuspunkt und kann somit feinere Strukturen ertasten


Die Technik der HD-DVD ähnelt stark der herkömmlichen DVD. Neben identischen äußeren Abmessungen besteht die HD-DVD, genau wie die DVD, aus zwei 0,6mm starken Kunststoff-Scheiben, welche die Datenträgerschicht einschließen. Anders als bei der Blu-ray Disc weicht hier der Brechungsindex des Trägermaterials nicht ab.
Der Hauptunterschied zur DVD ist der Laser. Während dieser bei der DVD mit einer Wellenlänge von 650nm abtastet, was im Farbspektrum der Farbe Rot entspricht, arbeitet der Laser eines HD-DVD-Players mit einer Wellenlänge von 405nm. Die selbe Wellenlänge nutzt auch die konkurrierende Blu-ray Disc, womit auch die Farbe im Spektrum, also Blau/Violett die selbe ist.



Die Wellenlängen des sichtbaren Lichtspektrums

Da sich mit der Wellenlänge des abtastenden Lasers auch der fokussierbare Laserpunkt verkleinert und damit die Mindestgröße der Pits und Lands (kleine Löcher und Erhebungen), können die Informationen kleiner und enger angeordnet werden. So finden bei gleichen äußeren Abmessungen erheblich mehr Daten Platz auf dem Speichermedium. Zum Vergleich: Eine DVD bietet 4,7GB pro Informationsschicht und als Double-Layer maximal 8,5GB Speicherplatz, wohingegen eine entsprechende HD-DVD mehr als die dreifache Kapazität besitzt.

Die erhöhte Speicherkapazität der HD-DVD ist jedoch nicht der einzige Unterschied zur DVD. Für hochauflösende Bildsignale ist ein höherer Datenstrom nötig, da erheblich mehr Informationen zeitgleich zur DVD verarbeitet werden müssen. Hierfür wird die Datenrate erhöht, welche sich bei HD-DVD auf 36MBit/s beläuft, was mehr als dem 3-fachen der DVD entspricht.

Eine Single-Layer HD-DVD mit 15GB Kapazität erlaubt Aufzeichnung und Wiedergabe von über vier Stunden Video in HD-Auflösung, wobei die höchste Datenrate etwa eine Stunde Aufzeichnung ermöglicht. Ähnlich wie bei DVD kann die Datenrate variieren, was sich wiederum auf die Aufnahmequalität auswirkt.

Kompatibilität
Unterstützt werden alle von der DVD bekannten Audio- und Videoformate, sowie die neuen Videoformate VC-1 und MPEG-4 AVC/H.264. Als neue Audio Formate kommen Dolby Digital Plus, DTS HD und MLP (Meridian Lossless Packing) hinzu.

Varianten
Neben der ausschließlich lesbaren HD-DVD-ROM in Single-Layer-Version mit 15GB, als Dual-Layer mit 30GB und mit Dreifach-Layer mit 45GB wurden die beschreibbaren Varianten HD-DVD-R mit 15GB pro Layer und HD-DVD-RW mit 20GB pro Layer spezifiziert. Geplant sind derzeit auch HD-DVD-RW mit 32GB Kapazität pro Layer. Beidseitig beschreibbare Medien bieten zudem die jeweils doppelte Kapazität.

Besonderheiten
Eine Besonderheit der HD-DVD ist die Unterstützung von iHD (interactive HD). So können beispielsweise bei Spielfilmen weitere Informationen in die laufende Wiedergabe eingespielt werden.

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