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Die CeBIT als Messe für Unterhaltungselektronik ? |
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Vor ein paar Jahren noch rümpften die "echten" CeBITaner ihre Nasen, als die ersten Digitalkamera-Hersteller in die CeBIT-Hallen einzogen, nun müssen sie mit ansehen, wie ganze Wohnzimmer dort aufgebaut werden. Philips spricht vom "Connected Planet", bei Sony heißt es "Vernetzte Welt". Und gleichzeitig dringen klassische Hersteller der IT-Branche wie Dell, HP, Microsoft in die Domäne der Unterhaltungselektronik vor. Intel verspricht uns schon das "Digital Home", bei TerraTec gibt es das "Connected Home".
Der Wettlauf um das Wohnzimmer der Zukunft ist in vollem Gang. Doch wer wird gewinnen? Für Bill Gates ist die Sache klar: "Der PC wird die Schaltzentrale für multimediale Unterhaltung, das Wohnzimmer erobern." Und Michael Dell verkündete auf der CES 2004: "Ich glaube weiterhin fest daran, dass der PC das Zentrum des Unterhaltungsuniversums wird."
Doch die Hersteller der "Braunen Ware" sind vorbereitet: "Die Ambitionen der Computerhersteller unterschätzen wir keineswegs. Aber im Wohnzimmer sind wir einfach besser aufgestellt", sagt Klaus Petri von Philips. Und auch Ralf Hansen von Panasonic Deutschland gibt zu bedenken, dass Entwicklungen aus dem Plasma- und LCD-TV-Bereich den Sprung in die PC-Branche geschafft hätten, der Multimedia-PC im Wohnzimmer aber noch keineswegs weitverbreitet sei.
Panasonic nutzt zur Vernetzung im digitalen Heim die SD-Card. Diese soll schon bald in den neuen Plasma-TVs für Datentransfer sorgen. Philips wird auf der CeBIT neue Modelle zeigen, die Audio- und Videodaten über Breitbandanschluss direkt aus dem Internet auf dem Fernseher oder über die HiFi-Anlage abspielen, ohne den Umweg über den PC.
Der Computerhersteller Fujitsu-Siemens präsentiert gemeinsam mit T-Online das Activy Media Center. Es ist laut Hersteller Settop-Box, DVD-Player, DVD-Recorder, elektronische Fernsehzeitschrift in einem. Über Breitbandanschluss kann man auf die elektronische TV-Zeitschrift sowie ein umfangreiches Video-Angebot (Video on demand) zugreifen.
Sony verspricht mit der VAIO Software echtes Multimedia-Vergnügen. Mit ihr sollen sich TV- und Video-Daten, Audio-Dateien, Einzelbilder und viele andere Datentypen bearbeiten sowie auf andere Geräte übertragen lassen.
Der weltgrößte Chiphersteller Intel investiert 200 Millionen Dollar in Unternehmen, die innovative Hard- und Softwaretechnologien für das "Digitale Zuhause" (Digital Home) entwickeln. Intel möchte durch dieses Engagement die Konvergenz von Personal Computern und Unterhaltungselektronik in einem drahtlosen Heimnetzwerk fördern, und so ein neues Absatzfeld finden.
Philips wird noch in diesem Jahr Fernseher mit Breitband- und Drahtlos-Technologie auf den Markt bringen. In Deutschland will man mit der T-Com kooperieren.
Man darf gespannt sein, wer den Kampf um das Wohnzimmer gewinnt, die klassische Unterhaltungsbranche oder die Computer-Hersteller. Vielleicht wird man sich auch in der Mitte treffen und Geräte sowie Unternehmen werden zusammen wachsen oder Kooperationen eingehen.
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Top-Themen der CeBIT |
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Die Zukunft ist drahtlos, zumindest wenn man die Aussteller der CeBIT befragt. 28 Prozent sehen in den kabellosen Netzwerken per WLAN und Bluetooth den wichtigsten Trend auf der CeBIT 2004. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Umfrage von Mummert Consulting unter 50 Top-Ausstellern der CeBIT. Die Zahl der Nutzer drahtloser Internetzugänge soll sich in 2004 weltweit verdreifachen. Die Verschmelzung von IT und Unterhaltungselektronik ist mit 26 Prozent der zweite große Trend der CeBIT 2004. Auf Platz drei liegt UMTS mit 24 Prozent und ist damit erneut eines der Top-Themen der Messe.
Auf Platz vier sieht jeder fünfte Aussteller mobile Hardwarelösungen wie Laptop und PDA. Entertainment und Spiele fürs Handy belegt mit 18 Prozent den fünften Platz. Trotz der wachsenden Bedrohung durch Computerviren- und -würmer verliert das Thema Sicherheit bei den befragten Ausstellern an
Bedeutung. Lediglich für 14 Prozent ist es eines der wichtigsten Themen der Messe und liegt damit nur auf Platz sieben. 2003 belegte das Thema Sicherheit noch Platz vier.
Die Top-10-Themen der CeBIT-Aussteller:
1. Kabellose Netzwerke (z. B. W-LAN, Bluetooth): 28 Prozent der befragten Aussteller
2. Konvergenz IT & Unterhaltungselektronik: 26 Prozent
3. UMTS (Dienste & Geräte): 24 Prozent
4. Mobile Hardwarelösungen (Laptops etc.): 22 Prozent
5. Entertainment (Mobile Gaming): 18 Prozent
6. Software (Lösungen und Betriebssysteme): 16 Prozent
7. IT-Sicherheit: 14 Prozent
8. Mittelstandslösungen: 12 Prozent
9. Digital Lifestyle (Digitalisierung des Lebens): 12 Prozent
10. Flexibilisierung der IT (Computer on Demand): 10 Prozent
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Die ersten UMTS-Handys |
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In diesem Jahr starten die deutschen Mobilfunkanbieter mit dem so lange diskutierten UMTS-Standard. Die neue superschnelle Handy-Generation soll dem Handy-Markt neues Wachstum bringen. Allerdings werden nur einige wenige Endgeräte 2004 in Deutschland auf den Markt kommen. Bisher stand der durchschlagenden Erfolg von UMTS-Handys aber ihr relativ hohes Gewicht und ihre kurzen Betriebszeiten entgegen.
Panasonic wird auf der CeBIT ein UMTS-Video-Handy präsentieren, welches nur noch 124 Gramm wiegt und im Stand-By-Modus 350 Stunden durchhält. Allerdings will Panasonic UMTS-Handys in Europa erst 2005 auf den Markt bringen. Siemens entwickelt UMTS-Handys gemeinsam mit Motorola. So ist das Siemens U15 auch fast baugleich mit dem A835 von Motorola. Es ermöglicht Videotelefonie im UMTS-Netz. Dazu wurde es gleich mit zwei Kameras ausgestattet. Außerdem ist ein MP3-Player und 64 Megabyte Speicher integriert. Videos und Musik können live übertragen werden. Es "downloadet" mit 384 Kilobit pro Sekunde (Kbps), beim Streaming beträgt die Geschwindigkeit 128 Kbps.
Das Nokia 7600 glänzt durch außergewöhnliches Design. Wie ein Handy sieht es auf den ersten Blick nicht aus. An der Gehäuserückseite befindet sich die Kamera für Fotos und Videos, Videotelefonie ist jedoch nicht möglich. Direkt aus dem Netz können die gewünschten Daten mit einer Geschwindigkeit von 384 Kbps heruntergeladen werden. Auch Nokia hat einen MP3-Player integriert.
Beim Motorola A920 fällt sofort der große berührungssensible Bildschirm auf. Es bietet die umfangreichen Möglichkeiten eines PDA wie Terminkalender, Aufgabenliste und E-Mail-Funktion. Ein MP3-Player ist integriert, ebenso eine Kamera für Videotelefonie. Der acht Megabyte (MB) große Speicher lässt sich mit Multimedia- oder SD-Karte erweitern.
Sony Ericsson präsentiert ein UMTS-fähiges Klapp-Handy. Das Hauptdisplay zeigt 65.000 Farben, der Bildschirm auf der Außenseite bleibt grau. Auch das
Z1010 verfügt über zwei Kameras und eignet sich damit für Videotelefonate. Die Übertragungsgeschwindigkeit für Downloads beträgt wie bei den Konkurrenzmodellen 384 Kbps. Der Speicher kann mit Memory Stick Duo, der kleineren Variante des Memory Stick, erweitert werden. Mit Bluetooth, USB-Anschluss und Infrarotschnittstelle sind alle wichtigen Schnittstellen vorhanden.
Man darf gespannt sein, wie sich Hollywood-Filme auf den kleinen Displays anschauen lassen. Klar wird, dass auch Handys immer mehr zur Unterhaltungselektronik gezählt werden dürfen.
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Digitalkameras auf dem Weg zu Massenmarkt - Entwicklung gleicht sich der klassischen Fotografie an |
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Der Boom bei digitalen Kameras hält an, fünf Millionen wurden im Jahr 2003 verkauft, im kommenden Jahr dürften es im deutschen Markt mindestens sieben Millionen sein - der Massenmarkt ist erreicht. Wo liegen die Trends?
Nach einer Untersuchung des Arbeitskreises Digitale Fotografie (adf) zeigt sich, dass bei den meisten Nutzern die Pixelzahl nicht mehr im Vordergrund steht. Die Bildqualität wird als das wichtigste Merkmal genannt. Damit vollzieht sich eine Entwicklung, ähnlich wie vom Film bekannt: Je nach Einsatzgebiet gibt es unterschiedliche Sensor Varianten. So, wie es im analogen Bereich - vom Kleinbild- über das Mittelformat bis hin zum professionellen Großformat - unterschiedliche Filmformate gibt, fächert sich auch die Palette der CCD Sensoren gemäß unterschiedlichem Einsatzbereich auf. Der größte Umsatz im Markt liegt zur Zeit im 3 Megapixel Segment, doch neben der Auflösung unterscheiden sich die Sensoren auch noch in anderen Bereichen. Der Super CCD SR bietet beispielsweise die Möglichkeit, einen größeren Dynamikumfang darzustellen, er nimmt dazu gleichzeitig ein helles und ein dunkles Bild auf. Das ist so, als würde man gleichzeitig einen 100 ASA und einen 400 ASA Film einlegen, um die Vorzüge beider Filmtypen in einer Aufnahme zu kombinieren.
Digitale Spiegelreflex- und All-In-One Modelle
Nach und nach werden auch digitale Spiegelreflexkameras für größere Käuferschichten erschwinglich. Noch stärker dürften sich allerdings Digitalkameras mit Spiegelreflex-Merkmalen durchsetzen, die auch als All-In-One Kameras bezeichnet werden. Sie bieten umfangreiche fotografische Optionen, mit dem Vorteil, dass man das Objektiv nicht wechseln muss, um in den Genuss unterschiedlicher Brennweiten zu kommen. Dies macht das Handling einfacher, und die Kamera- Ausrüstung kleiner. Das zu einer solchen Kamera gehörige Zoomobjektiv ist zudem genau für den Bildsensor berechnet, was eine maximale Bildqualität sicherstellt. Die Entwicklung im Analogkamera- Markt hat gezeigt, dass sich viele für einfachere Kameras entscheiden: Sucherkameras machen noch heute den Löwenanteil aus, echte Spiegelreflexkameras sind eher etwas für Spezialisten.
Breitgefächtertes Angebot - Fotohandys kommen dazu
Digitalfotografen der ersten Generation waren meist Profis oder zumindest Technikinteressierte - heute greifen immer mehr Foto- Anfänger zu einem digitalen Kameramodell - wie bei den Film-Kameras gibt es jetzt ein breites Angebot für alle Interessen und Bedürfnisse. Viele der neu verkauften Handys haben heute eine eingebaute Kamera, die Bildqualität wird mit jeder neuen Handy-Generation besser. Ein Handy trägt man fast immer bei sich - bald wird jeder die Kamera immer dabei haben. Es wird mehr fotografiert, denn je. Es ist anzunehmen, dass Handys mit Fotofunktion auch in Deutschland schnelle Verbreitung finden werden und dann die Einstiegspreisklasse bei Digitalkameras zukünftig teilweise durch ein Foto-Handy ersetzt wird.
Reserven bei Geschwindigkeit und Stromverbrauch
Was künftige Entwicklungen bei Digitalkameras betrifft, stehen - ergänzend zur Bildqualität - zwei Dinge besonders im Fokus, bei denen in den nächsten Jahren noch weitere Verbesserungen zu erwarten sind: die Geschwindigkeit und der Stromverbrauch. Obwohl wir heute bereits ein vorzügliches Niveau erreicht haben, wird es in dieser Hinsicht noch weitere Verbesserungen geben.
Kamerabedienung wie zuvor - Neu sind die Wege zum Bild Besonders wichtig sind die Wege zum Abzug auf Papier: Hier gibt es die größten Veränderungen. Ergänzend zum Ausdruck über den heimischen Printer, geht man wie vom Film gewohnt zum Händler um dort die Daten von der Speicherkarte downzuloaden. Alles spricht für dieses Verfahren: Es ist preiswerter, es bietet bessere Qualität und es ist vor allem einfach. Bereits eine Milliarde Prints von digitalen Daten wurden 2003 in Deutschland erstellt, die Hälfte davon im Handel. Im Handel - also im ,on-site Printing - liegen die größten Zuwachsraten.
Weitere Informationen: www.finepix.de und www.adf.de
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