
|
     |
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
Markt-Trends - oder warum Pixel Plus? |
 |
Marktforschungen ergeben zweifelsfrei: Beim Kauf eines neuen TV-Gerätes spielt nicht nur die Entscheidung über das Format (4:3 oder 16:9) eine Rolle, auch das Kriterium Bildqualität hat einen hohen Stellenwert.
Hersteller unternehmen deshalb große Anstrengungen die Qualität der Bilddarstellung zu optimieren. Der Knackpunkt bei allen Bildverbesserungen ist aber das in die Jahre gekommene NTSC/PAL TV-System mit seinem Zwischenzeilenverfahren und der Bildwechsel-Frequenz von 60Hz (NTSC) bzw. 50Hz (PAL).
Viele Hersteller gehen den Weg über die 100Hz Technik, um das lästige Größflächen- und Zeilenflimmern zu beseitigen.
Philips beschreitet mit seinem Konzept Pixel Plus einen anderen Weg. PixelPlus verdoppelt die horizontale Auflösung und erhöht die vertikale Auflösung um ein Drittel.
|
|
 |
 |
 |
Mehr Zeilen und Bildpunkte |
 |
Anstelle der bisherigen 625 Zeilen (576 sichtbare Zeilen bei PAL) wird bei PixelPlus jedes Bild aus 833 Zeilen (768 sichtbare Zeilen) aufgebaut. Die horizontale Bildauflösung wird von den möglichen 1024 Bildpunkten des herkömmlichen TV-Systems auf 2048 Bildpunkte (Pixel) verdoppelt.
Pixel Plus arbeitet wie das herkömmliche TV-System nach dem Zwischenzeilen-Verfahren, d.h. alle 13,3ms (1/75Hz) wird ein Halbbild mit 384 Zeilen (786/2) ausgegeben. Zwei Halbbilder ergeben dann nach 26,6ms ein neues Vollbild mit 768 Zeilen. Somit stellt Pixel Plus die Bilder nicht im Progressive Scan Modus dar.
 |
 |
Standard-PAL-TV-Gerät (625 Zeilen mit 1024 Pixel) |
Pixel Plus-Gerät (833 Zeilen mit 2048 Pixel) |
nach oben |
|
 |
 |
 |
Gegen das Großflächenflimmern |
 |
Dem Großflächenflimmern begegnet man mit einer Bildwechselfrequenz von 75Hz anstelle von 100Hz.
Ob 75Hz oder 100Hz, ist jedoch für die Flimmerbeseitigung weniger relevant, da ab 75 Bildern pro Sekunden das Auge sowieso kein Flimmern mehr wahrnimmt. Die Entscheidung für 75 Bilder pro Sekunde hat technische Gründe.
Realisiert wird PixelPlus durch aufwendige Rechenleistung in einem Hochleistungsprozessor. Die Inhalte jeder ankommenden Bildzeile werden in ihre einzelnen Bildpunkte zerlegt und abgespeichert. Anschließend werden die einzelnen Bildpunkte einer Zeile mit denen der folgenden Zeilen verglichen und die Inhalte der neu hinzukommenden 192 Zeilen (768-576 = 192) durch Interpolation hinzugefügt. Das neue Bild mit 768 sichtbaren Zeilen wird dann aus dem Speicher ausgelesen und angezeigt.
nach oben |
|
 |
 |
 |
2048 Bildpunkte pro Zeile |
 |
 |
Oben: idealer Verlauf Mitte: Normaler Verlauf herkömmlicher Technik Unten: Flanke bei Pixel Plus |
Die Schärfe eines TV-Bildes wird von der horizontalen Auflösung bestimmt. Genauer betrachtet beschreibt die Schärfe, wie zwei benachbarte, unterschiedlich helle Bildpunkte abgebildet werden.
Im Idealfall werden benachbarte weiße und schwarze Bildpunkte präzise scharf abgegrenzt. In der Praxis ist dies aber nicht der Fall. Denn elektrisch betrachtet besteht ein Wechsel von weiß nach schwarz aus einem steilen Pegelsprung (s. Bild), der aufgrund technischer Gegebenheiten immer in eine mehr oder weniger flache Rampe gewandelt wird. Die Folge ist eine Kantenunschärfe.
PixelPlus errechnet aus zwei benachbarten Bildpunkten jeweils einen neuen Bildpunkt und setzt diesen zwischen die Original-Bildpunkte. Die Anzahl der horizontalen Bildpunkte verdoppelt sich dadurch und die Flanke wird steiler.
nach oben |
|
 |
 |
 |
DNM Digital Natural Motion |
 |
Herkömmliche 100Hz Geräte wiederholen jedes ankommende Halbbild, indem ein zweites Bild an der gleichen Bewegungsposition erzeugt wird. Bewegte Bildobjekte, die sich nicht in eine gleiche Richtung bewegen erscheinen in dieser Darstellung "ruckelig". Es kommt zu Bewegungs-Artefakten. Besonders augenfällig wird dies bei im Fernsehen gezeigten Kinofilmen. Der Grund liegt in den 24 Bildern pro Sekunde eines Kinofilms, dessen Anzahl Bilder für TV-Wiedergabe auf 25 Bilder erhöht wird. In der Regel wird bei der Konvertierung das 24. Bild nochmal gezeigt.
Da bei PixelPlus jedes Halbbild komplett in die einzelnen Bildpunkte zerlegt wird, können die Bilder beim Auslesen aus dem Speicher komplett neu aufgebaut werden. Die Bewegungs-Artefakte werden hierbei nahezu vollständig eliminiert.
nach oben |
|
 |
 |
 |
Die Grenzen von Pixel Plus |
 |
Ein großer Teil der Bildinhalte wird von PixelPlus aus dem Originalsignal errechnet. Aus einem schlechten TV-Signal kann auch PixelPlus kein sauberes Bild zaubern. Das Gegenteil ist eher der Fall.
TV-Bilder von schlechten Antennenanlagen (SAT-Empfang) werden mit PixelPlus größtenteils schlechter dargestellt als ohne PixelPlus, denn jedes Rausch-Pixel wird als Bildinhalt deklariert.
Einige Philips DVD-Recorder arbeiten wie Pixel Plus TVs ebenfalls mit DNM (Digital Natural Motion). Ist diese Funktion beim DVD-Recorder aktiviert und erfolgt die Wiedergabe über einen Pixel Plus TV, kommt es ebenfalls zu Verschlechterungen im Bild. In diesem Fall ist es besser, im DVD-Recorder die DNM-Funktion abzuschalten.
nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
| Oehlbach K8 HDMI-Kabel + Heimkino Referenz Test DVD für 69,- € im asbyon.com Online Shop |
Kaufberatung
Ratgeber
Konfigurator
Forum
DVD-Player
DVD-Recorder
Digitalkamera Flat TV
Plasma-TV
LCD-TV HDTV / HD-Ready TV-Geräte
Heimkino Projektor
AV-Receiver Produktinformation Testberichte HDMI Kabel AV-Kabel Wandhalterungen Fernbedienungen
|

|