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Testbericht Samsung Digimax L85 Digitalkamera
 Beschreibung  erster Eindruck  Handhabung
 Ausstattung  Test-Eindrücke  Fazit
 Überblick  verfügbare Bilder  

Beschreibung



Digitalkamera mit integriertem 2,5-Zoll TFT Farbmonitor mit 230.000 Bildpunkten und Blitz, 1/1,8-Zoll CCD Sensor mit 8,1 Megapixel effektiv, 5-fach optischer Zoom, 8-fach Digital-Zoom, 32MB interner Speicher, SD-Card / MultiMedia-Card kompatibel, Movie Stabilizer, Aufzeichnung von Video-Sequenzen mit Ton in MPEG4 (maximal 30 Bilder pro Sekunde), USB-Schnittstelle, Eingebaute Videobearbeitung, Betrieb mit einem 3,7 Volt Lithium-Ionen Akku.
Speicherung nach DCF Standard (EXIF 2.2) und DPOF Unterstützung, Diktiergerät- und Notiz-Funktion.

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Erster Eindruck

Klassisches Design mit neuester Technik zu verbinden schlägt sich heutzutage in dem Bestreben nieder, statt der endlosen Suche nach immer neuen Formensprachen dem Auge stilistisch Ruhe zu gönnen.
Neben bekannten Re-Designs von Pkws und Haushaltsgeräten finden sich auch immer mehr Digitalkamerahersteller, die mittels dieses Konzepts mit wenigstens einem Kameramodell den Markt bedienen.

Auch die koreanische Firma Samsung steigt auf diesen Trend ein und bietet als aktuelle 8-Megapixel Kompaktkamera im Metallgehäuse die Digimax L85 an.

Die klassische Note ergibt sich hier vornehmlich aus der Verwendung einer mattschwarzen Gehäuseoberfläche, die in Verbindung mit einer silbernen Ober- und Unterseite an die Fotoapparate der 70er Jahre erinnert. Die 8 Megapixel Bildauflösung hingegen dürfen allein schon als Index für aktuelle Technik stehen.

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Ausstattung


Der 1/1,8 Zoll CCD-Sensor der Digimax L85 besitzt eine effektive Auflösung von 8,1 Megapixel, womit eine maximale Bildgröße von 3264 x 2448 Pixel möglich ist. Alternativ sind acht weitere Auflösungen bis hin zu 640 x 480 Pixel einstellbar. Hinzu kommt der Weitwinkel-Aufnahme-Modus mit maximal 3264 x 1632 Pixel, für den vier alternative Auflösungen bis hin zu 1600 x 800 Pixel zur Wahl stehen. Für die Bild-Speicherung im JPEG-Format mit drei Komprimierungsstufen oder im unkomprimierten TIFF-Format steht ein interner Flash-Speicher mit 23MB Kapazität zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Kamera einen Steckplatz für SD-Memory oder MultiMedia Speicherkarten, welche optional erhältlich sind.
Neben besagten Standbildern zeichnet die Kamera auch Video-Clips inklusive Ton im MPEG4-Format auf.
Die Empfindlichkeit ist ISO-äquivalent zwischen ISO 50, 100, 200, 400 oder automatisch einstellbar.

Markenoptik von
Schneider-Kreuznach
Das eingebaute Schneider-Kreuznach Zoom-Objektiv besitzt eine Brennweite von 7,8mm bis 39mm, was Kleinbild-äquivalent 38mm bis 190 mm entspricht oder einem 5-Fach optischen Zoom. Die Lichtstärke liegt hierbei zwischen F2,8 und F4,4.
Die Scharfstellung übernimmt ein TTL Autofokus mit Autofokus-Hilfsleuchte, doch auch eine manuelle Fokussierung ist möglich. Im Super-Makro Modus kann auf Objekte bis 1cm Abstand scharf gestellt werden.

Die Belichtungssteuerung erfolgt per Programm-AE, Verschlussprioritäts-AE, Blendenprioritäts-AE oder manueller Belichtung. Zudem ist eine manuelle Belichtungskorrektur von ± 2 EV in 1/2 EV Schritten möglich.

Der integrierte Automatikblitz kann als Aufhellblitz zwangszugeschaltet oder abgeschaltet werden. Auch eine Rote-Augen-Reduzierung und Slow Synchro sind möglich.

SD-Card und Lithium-Ionen Akku
Den Weißabgleich übernimmt eine Automatik oder die voreingestellten Modi "Tageslicht", "Bewölkt", "Kunstlicht H", "Kunstlicht L" oder "Glühlicht". Auch eine benutzerdefinierte Einstellung ist verfügbar.

Anschlussseitig bietet die L85 als weltweit erste Digitalkamera eine HDMI-Schnittstelle zur verlustfreien Wiedergabe auf Flachbildschirmen oder Projektoren.
Darüber hinaus ist eine USB 2.0 HighSpeed-Schnittstelle und ein AV-Ausgang an Bord.

Die Energieversorgung gewährleistet ein aufladbarer 3,7V Lithium-Ionen Akku.

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Handhabung

Die mattschwarze, annäherungsweise gummiartige Oberfläche der Digimax L85 bietet in Verbindung mit dem massig wirkenden, jedoch recht leichten Gehäuse einen hervorragenden Grip. Auf Vorder- und Rückseite unterstützt eine geschmackvoll zurückhaltend arrangierte Gehäusewulst bzw. Mulde den sicheren Halt.


Die Bedienelemente
 
Die Anordnung der Bedienelemente wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlich. Etwas ungewöhnlich erscheint die Positionierung des anschlagfrei drehenden Programmwählrades auf der linken Oberseite der Kamera. Mit einem feinen Klicken rastet das Rad exakt und klar. Zudem kann es durch eine kräftige Rändelung auf der Außenfläche sicher kontrolliert werden.
Wird das Rad bewegt, dreht sich zur zusätzlichen Illustration ein virtuelles Rad auf dem Monitor, was sehr schön den Zusammenhang zwischen physischer Bewegung und Elektronik verdeutlicht und die Aufmerksamkeit mit auf das scharf abbildende TFT-Display zieht.

Neben den Programmpunkten AUTO und Programm wird eine Video-einstellung und ein SCENE-Programm mit 11 Voreinstellungen geboten. Des weiteren eine WIDE-Einstellung, die an das Kinoleinwand-Format erinnert, eine manuelle Blendenvorwahl (AS) und eine vollmanuelle Einstellung (M), in der Zeit und Blende frei gewählt werden können. Ein Sportmodus rundet das Angebot ab. In diesem kann eine Anzahl von Bildern in schneller Folge aufgenommen werden, sodass bei schnell aufeinanderfolgenden Ereignissen (bei entsprechend großer Speicherkarte) keine wichtige Szene verpasst werden muss. Als etwas lästig erweist sich allerdings anschließend das Löschen der nicht benötigten Bilder, da in kürzester Zeit eine ganze Menge sehr ähnlicher Aufnahmen zustande kommen.

Auf der Rückseite links unterhalb von der breiten Zoomwippe befindet sich ein Button mit der Aufschrift ASM. Dieser dient dazu, im Blendenvorwahl- und manuellen Programm Blende bzw. Zeit und Blende mittels Vierwegregler zu steuern.
Im Normalfall ist der Vierwegregler den üblichen Funktionen Blitzmodifikation, Tonaufnahme, Makromodus und Selbstauslöser vorbehalten; der ASM- Button wirkt hier als Funktionsshift. Erst nach Betätigung werden Zeit und Blendenwert im Display sichtbar; die jeweiligen Pfeilsymbole verweisen nun auf die entsprechenden Pfeiltasten.

Der POWER-Button startet die Kamera etwas zögerlich. Der Start erfolgt, für ganz eilige sicher gewöhnungsbedürftig, erst auf nachdrücklicheres Halten der Taste, die gegen unbeabsichtigtes Betätigen etwas unterhalb des Niveaus der äußeren Gehäusefläche eingelassen ist. So ist der Apparat nach knapp 1,5 Sekunden schussbereit.

Der Auslöser hingegen ist erhaben in die Oberseite eingesetzt und reagiert in zwei Stufen: Antippen für Lichtmessung und Scharfstellen und die zweite Stufe betätigt den Verschluss. Beide Stufen sind fühlbar voneinander getrennt, bieten aber nur gerade soviel Widerstand, um deutlich wahrgenommen zu werden und dabei ein verwackelungsfreies Fotografieren zu ermöglichen.

Auf der Kamerarückseite befindet sich ein Button mit dem Buchstaben E. Da es sich wohl kaum um einen Energiesparmodus handelt, schafft sicher ein Ausflug in die vorbildlich aufgeräumt gestaltete und umfangreiche Bedienungsanleitung Aufschluss. "Effekte" lautet hier die Übersetzung, die als Abkürzung mühelos auch in englischer Sprache funktioniert.

Hier verbirgt sich eine Reihe von Möglichkeiten, die Bildgestaltung zu beeinflussen.
Bei sämtlichen Programmen kann die Farbigkeit in allen denkbaren Varianten beeinflusst werden. In der Einstellung Programm werden zusätzlich eine Anzahl von Rahmen angeboten. Eine Highlight-Funktion peppt Standard Portrait-Situationen auf und einige Live-Montage Arrangements ermöglichen das Zusammenfassen mehrerer Aufnahmen zu einem Bild.

Gleich unter der Effekte-Taste folgt ein Button, mit dem man, gemessen an der automatisch ermittelten Belichtung, manuell über- oder unterbelichten kann. Aber das ist noch nicht alles. Auch hier wirkt das Betätigen des mit +/- bezeichneten Buttons als Shift für die Pfeiltasten.
Außer der Über- und Unterbelichtung werden der Weißabgleich (inklusive manueller Messung), die Aufnahmeempfindlichkeit (bis 400 ASA) und eine manuelle RGB-Farbbeeinflussung (Rot, Grün und Blau einzeln) gesteuert.
Sämtliche wichtigen Aufnahmefunktionen können so über direkten Aufruf und eine begrenzte Anzahl von gut reagierenden Buttons gesteuert werden. Das vermeidet unnötige Irrwege und vereinfacht die Bedienung komplexer Kameraeinstellungen beträchtlich.

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Test-Eindrücke


Form und Größe sind angemessen
 
Der Digitalkamerahersteller aus Korea überraschte mit seinen letzten Modellen durchweg positiv.
Äußere Gestaltung, technischer Anspruch und inhaltliches Konzept funktionieren nahtlos übergreifend, so auch bei der Digimax L85.
Die äußere Form wirkt zwar im Vergleich zu aktuellen konkurrierenden Digitalwinzlingen etwas drall, jedoch ist der Halt des Gerätes so gut, dass man dies gern übersehen wird. Der Trend zum immer kleiner und schlanker werdenden Fotoapparat bedeutet eben nicht immer auch, dass dieser besser zu halten und zu bedienen ist.
Die Samsung setzt sich selbstbewusst über solche oft sehr einseitigen und unbedachten Moden hinweg und bietet eine angemessene Größe.

Die Kamera arbeitet schnell, leise und präzise. Das 5-Fach Zoom bietet bis zu 10 einzelne Schritte zur Wahl der gewünschten optischen Brennweite, gefolgt von einem Digitalzoom, welches bei der vorliegenden Bildauflösung von 8 MP durchaus Sinn ergibt.
Man ist wirklich überrascht, wie viele Details auch bei Nutzung des Digitalzooms noch sichtbar werden.

Die Bilddateien können voll punkten. Eine ausgeglichene Belichtung wird begleitet von überzeugender, satter und fein differenzierter Farbigkeit sowie sehr guter Bildschärfe. Auch im Makrobereich ist die Schärfe noch recht gut und erstreckt sich bis an den Bildrand.
Neutrale Töne werden mit sehr geringen Unregelmäßigkeiten auch neutral wiedergegeben. Teilweise wirken die Spitzlichter zu hart, was an einer internen Scharfzeichnung oder am Kontrastumfang liegen mag, den der Chip in der Lage ist aufzunehmen.

Bei Gegenlichtaufnahmen stimmt die Belichtung insgesamt sehr gut. Zu den Bildecken hin treten nun allerdings die üblichen Farbsäume an kontrastreichen Bildstellen auf. Die Farbigkeit scheint hier zwar reduziert, jedoch macht die Breite der Säume diese sichtbarer.

Bildgestalterische Unschärfen bei Aufnahmen mit großen Entfernungsunterschieden zu den Bildobjekten hin wirken zwar in Verbindung mit den gering gesteigerten Farben leicht pastellig, doch ist das Ergebnis so überzeugend in seiner etwas malerischen Wirkung, dass man versucht ist, das Ergebnis mit der bewussten Wahl einer bestimmten Filmcharakteristik in der Analog-Fotografie zu vergleichen.

Die Optik verzeichnet sichtbar, jedoch nicht zu störend tonnenförmig im Weitwinkelbetrieb. Eine Vignettierung von ca. 20 % erscheint (ebenfalls im Weitwinkelbetrieb) zwar relativ hoch, jedoch zeigt sich, dass 10% davon bis kurz vor die äußersten Bildecken reichen und die übrigen 10% erst danach folgen.

Ein Farbrauschen tritt nicht in Erscheinung, selbst dann nicht, wenn die Lichtverhältnisse alles andere als ideal sind.
Die leicht körnige Struktur und die längere Verarbeitungszeit nach der Aufnahme deuten dann zwar auf intensives Fehler-Entfernen in den Farbkanälen nach Aufnahmen in schlechten Lichtverhältnissen hin, doch das anschließende Ergebnis ist einwandfrei.

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Fazit / Bewertung

Die Digimax L85 erweist sich bei angemessener Größe und ansprechender Gestaltung als aktuelle Kamera mit bewusstem Retro-Design.

Mit einer relativ geringen Anzahl an gut reagierenden Buttons lässt sich eine große Anzahl an unterschiedlichen Funktionen sehr direkt und unkompliziert steuern. Das Bedienkonzept erweist sich als schlüssig, konsistent und praktikabel bis hin zu einer gut gestalteten Bedienungsanleitung.

Mit 8 Megapixel Bildauflösung braucht man kaum zu fürchten, in nächster Zeit den technischen Anschluss zu verlieren und auch die Zoomoptik des Profi-Objektiv-Herstellers Schneider-Kreuznach lässt begründet positiv aufhorchen.
Aktuelle Marktführer sollten gewarnt sein, denn der Koreaner ist durchaus in der Lage, Marktanteile absolut berechtigt für sich zu gewinnen.

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Überblick

  Handhabung:  
    Haptik:    
    Ergonomie:    
    Bedienungsanleitung:    
    Bedienkomfort:    
  Ausstattung:  
    Gehäuse:    
    Zoom:    
    Programme:    
  Bildqualität:  
    Fotos:    
    Video:    
  Geschwindigkeit:  
    Einschaltzeit:    
    Bildfolgezeit:    
  Verarbeitung:      
  Anfassqualität:      
  Lieferumfang:      
  Preis / Leistung      
  Gesamtnote 82%
  Plus:    + gutes und direktes Bedienkonzept
     + Schneider-Kreuznach 5-Fach Zoom-Optik
     + HDMI-Schnittstelle (optional)
  Minus:    - keine Auffälligkeiten
  Fazit:    Die SamsungDigimax L85 ist sehr gut zu bedienen und bietet mit ihren 8 Megapixeln    Bildauflösung sowie ihrer Markenoptik von Schneider-Kreuznach einen sehr guten    Einstieg in die Welt der Digitalfotografie.
     - sehr empfehlenswert -
  Vergleichbare Modelle:
     Canon - PowerShot A630
     Casio - EXILIM EX-Z850
     HP HewlettPackard - Photosmart R927
     Nikon - COOLPIX 7900
     Olympus - SP-350
     Panasonic - DMC-FX50EG
     Pentax - Optio A10
     Ricoh - Caplio GX8
     Sony - DSC-W100
  Support:    www.samsungcameras.de
  Preis:    399,- Euro bei Markteinführung
      durchschnittlicher Marktpreis ca. 310,- Euro

  
  Tester:    MM  FR

Verfügbare Bilder

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