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Beschreibung

Digitalkamera mit integriertem 1,8 Zoll TFT Farbmonitor und Blitz (inkl. Funktion gegen rote Augen), 1/1,8 Zoll Primärfarben CCD Sensor mit 8,24 Megapixel effektiv, 3-fach optischer Zoom (28 - 85mm KB-äquiv.), 4-fach Digital-Zoom, Makro-Funktion bis 10cm (Tele) und 1cm (Wide), äquivalent ISO 64/100/200/400/800/1600/Auto, 26 MB interner Speicher, zusätzlich Speicherung auf SD-Card oder MultiMedia-Card, Aufzeichnung von Video-Sequenzen, Serienbildfunktion, USB-Schnittstelle (2.0), Video-Ausgang, Audio-Ausgang, Lithium-Ionen Akku oder handelsübliche AA NiMH-Akkus verwendbar. Speicherung im DCF Standard (EXIF 2.21) und DPOF Unterstützung.

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Erster Eindruck

Die RICOH Caplio GX8 gleicht in Ihrer äußeren Erscheinung der DR5100 von Rollei, macht hinsichtlich der mattschwarzen Oberfläche und der Oberflächen-Haptik (ganz abgesehen von der hohen Auflösung) jedoch einen guten Sprung nach vorn.

Gut ist der erste Eindruck auch nicht zuletzt aufgrund der griffigen Form, dem vorhandenen Standard-Blitzschuh, sowie der klaren und konsistenten Struktur der Bedienelemente. Die längliche Form mit Griffwulst vermittelt der Hand intuitiv die korrekte Kamerahaltung.

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Ausstattung

Das unerwartet schlanke und angenehm schlicht gehaltene Aluminium-Gehäuse der Caplio GX8 beherbergt Ausstattung satt. Imposante 8,24 Megapixel kann der 1/1,8 Zoll Primärfarben CCD-Sensor aufweisen und gehört damit zur Zeit zu den Auflösungsgiganten im Konsumer-Markt.

Dem Chip vorgeschaltet ist ein Zoom-Objektiv, dessen Linsenstruktur aus neun Glaselementen in sieben Gruppen besteht. Die Brennweite von f:5,8 - 17,4 mm entspricht KB-äquivalenten und erfreulich weitwinkligen 28 - 85 mm. Die Anfangsblende bewegt sich hierbei zwischen F:2,5 (W) und 4,3 (T). Dem dreifachen optischen Zoom kann ein 4facher Digital-Zoom zugeschaltet werden, womit sich der Gesamt-Zoomfaktor auf 12fach erhöht. Im Makro-Modus fokussiert die Kamera auf Motive bis 1cm Objektabstand.

Die Empfindlichkeit ist äquivalent ISO 64, 100, 200, 400, 800 und 1600 manuell oder automatisch einstellbar.

Eine manuelle Belichtungskompensation ist von +2,0 bis -2,0 EV in 1/3-EV-Schritten möglich und auch eine Belichtungsreihenautomatik (+0,5 EV, ±0, +0,5 EV) ist an Bord.

Der Weißabgleich erfolgt automatisch oder mit den Presets Tageslicht, Bewölkt, Leuchtstofflampenlicht und Fluoreszierendes Licht. Zudem kann der Weißwert per Knopfdruck manuell ermittelt werden.

Die Speicherung erfolgt entweder intern bis 26MB oder auf SD-Karten bzw. MultiMedia-Karten. Hierfür steht das unkomprimierte TIFF-Format oder JPEG-Komprimierung zur Verfügung. Im JPEG-Format kann zusätzlich zwischen den Komprimierungsgraden "Fein" und "Normal" gewählt werden. Die Bildgröße ist zwischen 3.264 x 2.448 Pixel (8MP), 2.592 x 1.944 Pixel (5MP), 1.280 x 960 Pixel (1,3MP) und 640 x 480 Pixel (VGA) einstellbar.

Neben Standbildern zeichnet die GX8 auch Video-Sequenzen mit Ton als AVI-Datei oder auch ausschließlich Ton als WAV-Datei auf. Die Video-Auflösung beträgt 320 x 240 oder 160 x 120 Pixel bei jeweils 30 Bilder/Sekunde. Zudem bringt die Kamera eine Text-Foto-Funktion mit, welche das Abfotografieren gedruckter Texte erleichtert.

Der integrierte Blitz erfasst Motive in einer Entfernung von ca. 0,2 - 5,0 m (Wide) und 0,15 - 2,9 m (Tele). Hierfür stehen die Modi "Auto", "Vermeidung roter Augen", "An", "Langzeitsynchronisation" und "Aus" zur Auswahl.

Zur Bildkontrolle ist neben einem optischen Sucher auch ein 1,8 Zoll TFT Farbmonitor mit 130.000 Pixel Auflösung integriert.

Neben der obligatorischen 2-Sekunden und 10-Sekunden Selbstauslöser-Funktion ist auch eine Intervallaufnahme von 5 s bis 3 Stunden (5-Sekunden-Schritte) möglich.

Anschlussseitig steht eine schnelle USB 2.0 Schnittstelle, sowie ein Audio/Video-Ausgang (PAL/NTSC) zur Verfügung.

Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen Akku, welcher nach CIPA-Standard bis zu 400 Bilder mit einer Ladung erlaubt. Zudem kann die Kamera jedoch auch mit handelsüblichen Alkali-Batterien oder NiMH-Akkus im AA-Format betrieben werden.

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Handhabung

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand. Gestalterisch erscheint sie optisch ansprechend und gleichzeitig zurückhaltend professionell. Das Gerät an sich tritt beim Fotografieren kaum in Erscheinung.

Ein kurzer Druck auf den POWER-Button und in gut einer Sekunde ist die Kamera klar zum Fotografieren. Ein erster Druck auf den Auslöser vermittelt neben einer offensichtlich sehr kurzen Auslöseverzögerung, die nicht ins Gewicht fällt, eine gute Gängigkeit.

übersichtlicher Multifunktions-Drehregler

Übersichtlich bieten sich die durchweg sinnvollen Einstellungsmöglichkeiten an.

Angefangen bei dem Multifunktions-Drehregler auf der Oberseite (Die Funktion wird je nach eingestelltem Programm zugeordnet) über den Auslöser, der sich chromglänzend gut abhebt bis zum Hauptwählrad für Programmwahl, SETUP und Betrachtungsmodus. Auch der anfangs etwas groß wirkende Standard-Blitzschuh ist in dieser Anordnung optisch und praktisch sehr gut aufgehoben.

Rückseitig findet sich oberhalb des recht kleinen TFT-Displays, welches mit flüssigen und sauberen Darstellungseigenschaften überzeugt, auch ein optischer Sucher. Bei dessen Benutzung kann das Display mittels Schalter (DISP) abgeschaltet werden.

Doch besser man fängt mit der Leiste der Buttons von oben an:
Nach "POWER" (ganz oben) bietet "ADJ" gleich darunter zweckmäßige Features wie Belichtungskorrektur, Weißabgleich und ISO-Einstellung, auf die direkt während des Fotografierens zugegriffen werden kann.

"MENU" (darunter folgend) verweist natürlich auf die Einstellungsparameter für den Foto-Modus. In den anderen Aufnahmeprogrammen finden sich hier thematisch entsprechend angepasste Listenpunkte.

Die Features "Papierkorb" und "Selbstauslöser" passen Inhaltlich nicht wirklich zueinander, schließen sich jedoch gegenseitig genügend aus, um in demselben Button funktional vereint zu sein.

"DISP" zum Schluss schaltet Hilfen zur Bildvoransicht dazu oder nimmt sie wieder weg. So können alle Infos inklusive Histogramm dargestellt werden oder auch nur das Bild (für Puristen) ohne jede weitere Anzeige von möglicherweise die Bildkomposition störenden Elementen.

Sehr gut ist, dass die Kamera die einmal vorgenommene Einstellung bis zum nächsten Start speichert.

Der allseits bekannte Vierwegregler hilft bei der Navigation in den Listenmenüs und bietet zusätzlich die Schnelleinstellung eines Blitz und Makro-Modus.
Die Tasten allerdings arbeiten leider nicht deutlich genug und stehen nicht weit genug aus der Gehäuseoberfläche hinaus. Hierdurch kann es vorkommen, dass sich beim Navigieren im Betrachtungsmenü einer der Buttons des "Kleeblatts" verhakt.

Die Zoomwippe arbeitet ebenfalls ohne rechten Widerstand und eindeutigen Rastpunkt bei zu flacher Bauweise.

Das Wählrad für die Programme auf der Oberseite links vom Auslöser rastet dagegen sauber und eindeutig, der Rand könnte allerdings etwas griffiger sein.

Natürlich kann man auch diese Kamera als Diktiergerät einsetzen und natürlich als Videokamera. Für Notizen sollte das immer reichen doch kommt das Video nicht über 320 Pixel Breite hinaus.

Der SCENE-Modus bietet sechs der gängigsten Aufnahmeprogramme und stellt sie in Kombination mit dem Rädchen vor dem Auslöser sehr schnell erreichbar und alltagstauglich zur Verfügung.

"A/M" bietet als Blendenprogramm und Manuell-Modus die Möglichkeit zur Blenden -und Zeiteinstellung nach eigener Vorgabe, wobei die Blende lediglich um 3 Werte verschoben werden kann.

Insgesamt ist das Handling und der Umgang sehr angenehm und unkompliziert.
Im täglichen Einsatz fällt die Bedienung nicht durch langwierige Suchaktionen auf, sondern glänzt durch leicht verständliche und logisch gegliederte Benutzerführung.

Etwas gebremst wird die Begeisterung wenn man die Kamera an den heimischen Rechner anschließen möchte, denn hier kommt man an einer Installation der Software nicht vorbei. Für Reisefreudige empfiehlt sich deshalb der Zukauf eines Kartenlesegerätes, welches ohne Treiber funktioniert oder eine Kopie der Software zur Installation auf Fremdrechnern, was jedoch nicht immer erwünscht ist.

Die Bedienungsanleitung ist informativ und übersichtlich gestaltet. Der Index am Schluss des Heftes ist in seiner Begriffsauswahl teils wenig nachvollziehbar und enthält merkwürdige Wortkürzungen, die sich jedoch auch im Menü der Kamera wiederfinden (enthalten ist z.B. der Begriff "volldrücken" den zum Einen sicherlich niemand sucht und der zum anderen hier für das durchdrücken des Auslösers beim Fotografieren steht).

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Test-Eindrücke

Es gelingen mühelos beeindruckende Nahaufnahmen aus nur 1cm Distanz, die sich wirklich sehen lassen können. Wer sich die Lochmaske eines CRT-Monitors aus der Nähe ansehen möchte, dem ist hier die Möglichkeit dazu gegeben, die ca. 0,25mm großen rot-grün-blauen Kreise einzeln zu betrachten. Schön, dass das auch im Videomodus gelingt, der Zoom arbeitet nun allerdings nur noch digital. Nahaufnahmen können allgemein voll überzeugen.

Das optische Zoom arbeitet stufenlos und ist gut und exakt zu kontrollieren. Bis zu 26 Einzelpositionen waren zwischen 28 und 85 mm Brennweite (KB- äquivalent) im Test möglich. Der Zoomumfang ist hinsichtlich der fotografischen Praxis hervorragend gewählt und tendiert in den weitwinkligen Bereich. Räumlichkeit wird in diesem besser vermittelt als mit allzu großen Telebrennweiten, die den Raum optisch oft unangemessen stauchen. Mittels zusätzlich angebotenem Adapter lässt sich der Weitwinkelbereich sogar bis auf 22 mm erweitern.

In den Bilddateien wird bei Vergrößerung am Computermonitor ein Farbrauschen sichtbar - hier gibt es allerdings genügend Daten in Reserve bis dieser Punkt erreicht ist. Feine Details neigen jedoch dazu, in dem Rauschen aufzugehen.

An Kontrastkanten treten Lichtsäume auf, die zur einen Seite Blau und zur anderen Grün erscheinen. Bei normalen Vergrößerungsverhältnissen fallen sie jedoch kaum störend ins Gewicht.

Insgesamt weisen die Aufnahmen einen Hang zur helleren Darstellung auf, was sich bei Gegenlichtsituationen jedoch durchaus positiv bemerkbar macht. Allgemein entsprechen die Aufnahmen jedoch sehr gut der Wahrnehmung. Die Helligkeit kann bei Bedarf unproblematisch und schnell manuell angeglichen werden.

Farben wirken ausgewogen und in sich stimmig, auch wenn sie etwas zu blass erscheinen und mit Hang zum Blau dargestellt werden.

Graustufen leiden im dunkleren Bereich bei feineren Nuancen unter dem allgemeinen Farbrauschen, das die Differenzierung verschlechtert und Neutraltöne nur als Mischung von Farbwerten zulässt.

Eine Vignettierung macht sich mit einem ca. 30%igen Helligkeitsabfall in die Bildecken hinein bemerkbar.
Die Schärfeleistung ist dem Kameratyp angemessen, wird jedoch etwas durch das oben erwähnte Farbrauschen geschmälert.

Drei Aufnahmen gelingen in schneller Folge bei voller Auflösung. Die Start- sowie die Auslösegeschwindigkeit befähigen zu spontanem Einsatz bei allen Gelegenheiten.
Etwas zäh wird es nur, wenn der Blitz hinzugeschaltet wird, denn das Laden beansprucht im Vergleich zum übrigen, sehr guten Arbeitstempo verhältnismäßig viel Zeit (gut 6 Sekunden).

Etwas bedenklich scheint bei allgemein solider Verarbeitung der Ansatz des Griffwulstes auf der Rückseite. Da das Teil lediglich mit dem Grundgehäuse verklebt ist und ein fingernageldicker Spalt sichtbar wird, besteht die Gefahr, dass sich die Verbindung im Laufe der Zeit löst. Eine Schraubverbindung wäre hier sicher sinnvoller gewesen.

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Fazit / Bewertung

Die RICOH Caplio GX8 kann mit ihrer sehr guten Benutzerführung, einer Vielfalt an Möglichkeiten für einen kreativen Einsatz und einer angenehm zurückhaltenden Gestaltung überzeugen.

Die Bildleistung ist bei möglichen 8 Megapixeln zwar eher durchschnittlich, dafür macht es aber einfach Spaß, die Kamera dabeizuhaben und sie dank einer guten ergonomischen und insgesamt logischen Gestaltung für alle sich bietenden Gelegenheiten rasch und intuitiv nutzen zu können.

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Überblick

  Handhabung:  
    Bedienungsanleitung:    
    Bedienkomfort:    
  Ausstattung:  
    Gehäuse:    
    Zoom:    
    Programme:    
  Bildqualität:  
    Fotos:    
    Video:    
  Geschwindigkeit:  
    Einschaltzeit:    
    Bildfolgezeit:    
  Verarbeitung:      
  Anfassqualität:      
  Lieferumfang:      
  Preis / Leistung      
  Gesamtnote 75%
     + angenehm unauffälliges Auftreten
     + extremer Nahmodus (ab 1 cm)
     + Intervallmodus zwischen 5 Sekunden und 3 Stunden
     + Text-Foto-Funktion
     + praxisnaher Brennweitenbereich zwischen 28 und 85mm (KB äquiv.)
     + langer Betrieb mit Lithium-Ionen Akku, zusätzlich auch NiMH AA-Akkus einsetzbar
     + vielseitig erweiterbar
  Minus:    - Vignettierung von ca. 30%
  Fazit:    Die RICOH Caplio GX8 ist ein sehr einfach und intuitiv zu bedienender Ausstattungsriese mit    ordentlichem Bildergebnis.
     - sehr empfehlenswert -
  Vergleichbare Modelle:
    - Casio - EXILIM EX-Z750
    - Nikon - COOLPIX 7900
    - Olympus - µ DIGITAL 800
    - Sony - DSC-P200
  Support:    www.ricoh.de
  Preis:    449,-- Euro bei Markteinführung
      Durchschnittlicher Marktpreis: ca. 360,-- Euro

  
  Tester:    MM, FR  

Verfügbare Bilder

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