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Testbericht Olympus E-400 digitale Spiegelreflex-Kamera
 Beschreibung  erster Eindruck  Handhabung
 Ausstattung  Test-Eindrücke  Fazit
 Überblick  verfügbare Bilder  

Beschreibung




Spiegelreflex Digitalkamera mit integriertem 2,5 Zoll Hyper Crystal LCD Farbmonitor und Blitz, Supersonic Wave Filter für Staubschutz, CCD-Sensor (17,3 x 13,0 mm) mit effektiven 10,0 Megapixel, äquivalent ISO 100-1600, Four-Thirds Bajonett-Anschluss für ZUIKO DIGITAL und alle Objektive auf Basis des Four-Thirds Standards, Speicherung auf CompactFlash Karte Typ I + II oder xD-Card (zwei Kartenslots), Serienbildfunktion mit 3 Bilder pro Sekunde, USB-Schnittstelle (2.0 High Speed), Video-Ausgang, Lithium-Ionen Akku, PictBridge Unterstützung. Speicherung im DCF Standard (EXIF 2.2).

  Produkt-Katalog / Datenblatt
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Erster Eindruck

Klassische SLR-Form

Ungewöhnlich leicht und sehr handlich wirkt das mattschwarze Kunststoffgehäuse der OLYMPUS E-400 Digital-Spiegelreflex-kamera. Die optische Anmutung ist professionell, doch nicht erschlagend, technisch aber nicht trocken.

Von der Geradlinigkeit einer klassichen 70er-Jahre Spiegelreflex-kamera weichen Form und Größe in nur wenigen Einzelheiten ab - im Wesentlichen in der Ausbildung der rechten Gehäuseseite, die mit wenigen Schwüngen als Griffstück gestaltet ist.
Dabei ist das Griffstück nicht so voluminös ausgebildet, wie es bei anderen aktuellen DSLR's oft üblich ist.

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Ausstattung

Mit einem Gewicht von nur 375 g ist die Olympus E 400 eine ungewöhnlich leichte SLR-Kamera. Offenbar lässt die Wechselobjektivfassung von Zuiko Digital / FourThirds besonders kompakte Gehäusekonstruktionen zu. So misst das Gehäuse nur 129.5 mm (B) x 91 mm (H) x 53 mm (T). Damit ist der Nachfolger der Olympus E 350 derzeit die kleinste digitale Spiegelreflex-Kamera auf dem Markt.

Trotz dieser geringen Baugröße verfügt die Olympus E400 über einen 10 Mio Pixel CCD-Sensor (17,3 x 13,0 mm), sowie über einen stattlichen 6,4 cm / 2,5 '' großen TFT-LCD-Monitor (215.000 Pixel) zur komfortablen Beurteilung der aufgenommener Bilder.

Anstelle eines für D-SLR üblichen Frame-Transfer-Sensors kommt bei der Olympus E 400 ein neuartiger CCD-Typ mit Interline-Sensoren zum Einsatz.
Die Empfindlichkeit des Sensors von ISO 100-1600 lässt sich sowohl automatisch als auch manuell einstellen.

Der von Olympus eingeführte Staubschutzfilter "Supersonic Wave" soll die Staubfreiheit des Sensors nach einem Objektivwechsel - selbst unter ungünstigen Bedingungen garantieren. Bei diesem Verfahren werden Staubpartikel durch Vibrationen via Ultraschall vom CCD auf eine beschichtete Folie gerüttelt. Da für die kompakte E400 die Größe des Filters verringert werden mußte, erreichte man die selbe Effektivität durch die Steigerung der Schwingungsfrequenz.

Alternativ zum komprimierten Dateiformat JPEG kann man mit der E 400 unkomprimierte Rohdaten des CCD-Sensors im herstellereigenen Rohdatenformat (RAW) aufnehmen. Dabei werden die Daten, damit keine Detailinformation verloren geht, nach der Digitalisierung ohne eine weitere kamerainterne Bearbeitung auf das Speichermedium geschrieben. Die individuelle Bearbeitung der Bilddateien erfolgt dann später am (farbkalibrierten) Computerbildschirm im professionellen Bilbearbeitungsprogramm.
Gegenüber der Farbtiefe von 24 Bit (16,7 Millionen Farben) beim JPG-Format, verfügt das RAW-Format über eine Farbtiefe von 36 Bit.
Arbeitet man im JEPG-Format meist bloss im sRGB Farbraum, steht einem im RAW-Format der wesentlich größere Adobe RGB zur Verfügung. Das Tiff-Format steht bei dieser Kamera nicht zu Verfügung.

Aufgrund der Geschwindigkeit des eingebauten Prozessors lassen sich Serienbildaufnahmen mit bis zu drei Bildern pro Sekunde inklusive einem RAW-Puffer für fünf Bilder aufnehmen.

Zur Scharfstellung hat man die Wahl zwischen Autofokus und manueller Fokussierung. Ebenso gibt es die Möglichkeit zwischen manueller oder automatischer Wahl des Fokussierfeldes. Fokus-Verfolgung ist im Continuous-AF-Modus möglich.

Die Belichtungsmessung erfolgt als ESP-Mehrfeldmessung über 49 Messfelder, Spotmessung, lichtbasierte Spotmessung, schattenbasierte Spotmesung oder mittenbetonte Integralmessung.

Zur Belichtungssteuerung hat man die Wahl zwischen Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuelle Belichtung und Programmautomatik. Ausserdem stehen 19 Belichtungsautomatiken für verschiedene Aufnahmesituationen bereit, welche helfen, nahezu jeder Situation gerecht zu werden: Porträt, Landschaft, Porträt vor Landschaft, Nachtaufnahme, Porträt bei Nacht, Feuerwerk, Sonnenuntergang, Nahaufnahmen, Sport/Action, High Key, Low Key, Dokument, Strand/Schnee, Kerzenlicht, Kinder, Unterwasser-Makro, Unterwasser-Weitwinkel.
Energie liefert ein Lithium-Ionen-Akku

Eine manuelle Belichtungskorrektur ist in +/-5 EV in 1/3 EV Stufen einstellbar.

Belichtungsreihen zu je 3 Variationen (Bracketing) mit Belichtungsabständen +/- 1 lassen sich wahlweise in 2/3 oder 1/3 EV Schritten einstellen.

Der Spielraum der Belichtungszeiten liegt zwischen 1/4.000 s. bis 60 s.. Desweiteren gibt es die Möglichkeit der Langzeitbelichtung in der Bulb-Einstellung. Mit dem Integrierten Blitz (Leitzahl 10) sind Zeiten zwischen 60 s bis 1/4000 s möglich.

Ein erwähnenswertes Features ist in diesem Zusammenhang die elektronische Erkennung und Retusche roter Augen.

Durch einen Kameraspezifischen Lithium-Ionen-Akku BLS-1 mit einer Kapazität von 1.150 mAh und einer Spannung von 7,2 Volt erfolgt die Stromversorgung. Laut Herstellerinfo soll eine Akkuladung für etwa 400 Aufnahmen reichen.

Die Olympus E 400 verfügt über zwei Memory-Card-Slots. Der erste nimmt CompactFlash Typ I, CompactFlash Typ II sowie auch Microdrive auf. Im zweiten Slot findet sich die Olympus-eigene xD-Picture Card.

Über eine USB-Schnittstelle (Version 1.1) wird die Verbindung zum Computer per Datenkabel hergestellt.

Zum optional erhältlichen Zubehör gehört eine breite Palette von hochqualitativen Wechselobjektiven, welche zum Teil mit dem EISA Award ausgezeichnet worden sind.

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Handhabung

Trotz des erstaunlich kleinen Gehäuses liegt die Kamera gut in der Hand.
Bei größeren Kameras ist es der Fall, das die Handfläche in der Grundhaltung das Griffstück mit der ganzen Hand als Faust umschließt und am Gehäuse aufliegt. Bei der Olympus E 400 ist es eher so als hielte man eine sehr große Kompaktkamera. Das Gehäuse wird also mit der Gegenspannung von Daumen hinten und und drei Fingern vorn gehalten, der Zeigefinger ruht dabei entspannt auf dem Auslöser. Die wichtigsten Partien des Griffstücks, wie Daumenauflage und Fingerablage vorn sind mit weichem griffigen Kunstleder bezogen.

Das geringe Gewicht und eine gut ausbalancierte Gewichtsverteilung sorgen für eine entspannte Haltung die auch einhändiges Fotografieren ermöglicht. Zwei Hände werden spätestens dann notwendig, wenn das Zoomobjektiv bedient werden soll. Die linke Hand gehört im Normalfall unter das Ojektiv. Sie stabilisiert so nicht nur die Haltung insgesamt und sorgt für mehr Ruhe, sondern ruht unter dem breiten Zoomring des Objektivs, um im gegebenen Fall auch den Fokusring bedienen zu können.

Zusätzlich kontrolliert die linke Hand neben diesen Aufgaben bei Einstellung von Grundfunktionen der Kamera auch die Vierer-Buttonreihe links vom Display und zwei weitere Drucktasten auf der Oberseite.

Der vordere der beiden Buttons oben dient zur Aktivierung des integrierten Blitzes. Der springt mit einem schnappenden Geräusch aus seiner Ruheposition auf, wenn die Kamera aktiviert ist. Die Gehäuseform unterhalb des nun recht weit nach oben herausstehenden Blitzes erinnert stark an das altbekannte Dachprisma, das sich hier unter der festen Gehäusehülle befindet.

Die hohe Blitzposition ist mit Bedacht gewählt, denn so wird der "Rote-Augen-Effekt" weitgehend vermieden, da Lichtrichtung und Objektivparallaxe deutlich voneinander abweichen.
mit Bedacht gewählte Blitzposition



Zusätzlich erscheinen bei erneutem Betätigen des Tasters auf dem Display mehrere Optionen, zwischen denen mit dem Drehrad rechts oberhalb vom rechten Daumen der Blitzmodus gewählt werden kann. Neben einer vollautomatischen Zuschaltung kann ein Vorblitz, der AN- und AUS-Modus, drei SLOW- Einstellungengewählt werden. Vier manuelle feste Abstufungen der Blitzintensität (1/1; ¼; 1/16; 1/64) stehen zusätzlich zur Wahl, die dann Sinn ergeben, wenn man z.B. ein Objekt unabhängig von einer sich ändernden Lichtsituation mit einer bestimmten, festen Blitz-Helligkeit aufhellen möchte.

Der zweite Button auf der linken Oberseite bietet im eingeblendeten Menü mehrere Optionen zum Auslöseverhalten der Kamera. Die Standardeinstellung Einzelbild kann mit dem Reihenbildmodus vertauscht werden, bei gedrücktem Auslöser werden nun Aufnahmen in schneller Folge produziert (ca. 3 pro Sekunde). Die Kamera schafft in High Quality-Bildgröße 12 Aufnahmen in Reihe, ohne dass der Zwischenspeicher überladen ist. Es kann nach kurzer Pause weiterfotografiert werden, auch, wenn der Zwischenspeicher erst einen Teil der Daten auf die Speicherkarte übertragen hat und die Kontrollleuchte blinkend den Transfer anzeigt.
Auch bei SHQ (Super High Quality) werden noch immerhin sieben Bilder in Reihe aufgenommen, ohne, dass es zu einer Zwangspause kommt. Im gleichen Tempo zieht das RAW-Format bei drei Bildern in Folge mit; die Wartezeit wird jedoch entsprechend länger.
Neben dem Bildreihenmodus existieren zwei unterschiedlich lange Auslöseverzögerungen und zwei Modi für den optional erhältlichen Fernauslöser (beide mit wahlweise 2 oder 12 Sekunden).

Die vier senkrecht untereinander angeordneten Buttons links vom Display auf der Rückseite sind jeweils mit nur einer Funktion belegt. Hier wird der Wiedergabemodus aktiviert (grüner Rechtspfeil), ein Bild gelöscht (roter Papierkorb, in dem ein Bogen Papier verschwindet), das Menü aufgerufen (MENU), und die Zusatzinfo auf dem Display variiert.

Im Wiedergabemodus wird mit dem Einstellrad der Bildausschnitt festgelegt (Detailvergrößerung) oder für Übersicht gesorgt (Anzeige von bis zu 25 Aufnahmen gleichzeitig). Eine kalendarische Ansicht erleichtert das Auffinden von Bildserien eines bestimmten Datums. Das erste Bild des jeweiligen Tages erscheint in einer winzigen Voransicht, eingebettet in das Raster eines Kalenders.

Pfiffige Kalenderfunktion

Ist es notwendig, Daten zu löschen, um Platz auf der Speicherkarte zu schaffen, kann man in einer Übersicht von je 25 Bildern pro Bildschirminhalt diejenigen markieren, die man verwerfen möchte. Die rotumrandeten Bildvoransichten können nun mit Drücken der Löschtaste (Papierkorb) gleichzeitig gelöscht werden, ohne, dass man jede Einzelaufnahme markieren und löschen muss.

Das Löschen von Einzelaufnahmen erfolgt ohne vorheriges markieren, die aktuelle Ansicht gilt automatisch als ausgewählt. Noch einmal wird gefragt, ob man die Auswahl löschen möchte; danach steht der frei werdende Speicherplatz wieder zur Verfügung.

Die Bildübertragung an den Computer geht eher gemächlich vonstatten, sodass man ins Auge fassen könnte, eine besonders schnelle XD-, oder CF- Karte zu erwerben. Es steht jedoch zu bezweifeln, dass die Übertragung damit wesentlich verbessert wird, denn als Standard-Schnittstelle für die Datenübertragung zum Computer wird USB 1.1 angegeben. Der Engpass bei der Übertragungsgeschwindigkeit ist also eher hier zu vermuten.
Ungeduldige sollten deshalb beim Kauf ein externes Karten-Lesegerät zusätzlich mit einplanen.

Hat man die Bilddaten auf dem Rechner gesichert, kann die Karte per Menü (MENU-Button) formatiert werden.

Beide Formate XD und CF (CompaktFlash) sind möglich; die beiden Kartenschächte befinden sich linksseitig hinter einer einfach zu entriegelnden, in die Gehäusefläche integrierten Schutzabdeckung.
Schacht für xD und CompactFlash-Speicherkarte



Als erster Punkt in der Liste ist diese Funktion schnell erreichbar. Aber auch die anderen Funktionen muss man nicht lange suchen. Es stehen zwei Menüpunkte für Aufnahmeoptionen (z.B. Schärfepunktwahl und Farbsättigung), ein Einstellungsmenü für den Wiedergabemodus (automatische Drehen der Bildansicht AN/AUS, Direktdrucketc.) sowie zwei Menüpunkte für die Grundeinstellungen der Kamera (Sprache, Wahl der Speicherkarte usw.) zur Verfügung.

INFO blendet während des Aufnahmebetriebs aktuelle Einstellungsinformationen im Display wahlweise ein und aus.
Das ist eine große Hilfe, wenn man es sich als Fotoanfänger nicht allzu schwer machen möchte und zuviel Informationen scheut. Es ist ebenso praktisch, alle Infos einzublenden, wenn man als virtuoser Fotoprofi und auf den Punkt genau weiß, was man will. Praktisch ist es auch, das Display komplett abstellen zu können um z.B. zu vermeiden, dass man im Dunkeln geblendet wird. Die wichtigsten Aufnahmedaten sind schließlich zusätzlich im Sucher sichtbar.

Im Wiedergabemodus verhält es sich mit dem INFO-Button ähnlich. Sollten die vielen Datenangaben eher verwirren als bereichern, schaltet man sie einfach nicht dazu.

Falls man jedoch Aufnahmen nach absoluten Schwärzungen und Überstrahlungen untersuchen will, so kann man dies tun; Stellen ohne Zeichnung im Bild werden blinkend markiert - ein Histogramm steht ebenfalls zur Verfügung (wobei fraglich ist, was genau man damit anstellt). Eine Kolonne von Bilddaten und Farbkurven oder schlichte Zahlenangaben (Bildnummer und Bildgröße) bereichern bei erneutem und nochmals wiederholtem Druck des Buttons den frei wählbaren Umfang des Informationsspektrums.

Eingeschaltet wird die Kamera mit einer Schubbewegung des rechten Daumens an der Nocke, die aus einem Ring unterhalb des Programmwahlrads hervorsteht.
Der Ring dreht sich mit sattem federndem Widerstand nach links; anschließend zeigt das Display die aktuell gewählten Kameraeinstellungen.

Beim ersten Betrieb muss das Datum eingestellt werden - darauf weist das rote Symbol einer Uhr hin, und zwar bei jedem Start erneut - bis man das entsprechende Menü ausfindig gemacht und bedient hat.

Das Programmwahlrad arbeitet mit Anschlag, was etwas erstaunt, da dessen Oberseite beinahe ringsum mit Programmsymbolen bedruckt ist. Wofür die Unterbrechung der Drehbewegung?
In hektischen Momenten kann es unnötig zeitraubend sein, die Runde rückwärts antreten zu müssen, um den gewünschten Programmpunkt erreichen zu können.

Zudem rastet das Rad zwar sauber und klar, jedoch nicht eben leichtgängig und griffig genug. Um es allein mit dem Daumen bedienen zu können, muss der Zeigefinger gegenhalten um die nötige Kraft zu entwickeln - zumindest bei einer Drehung im Uhrzeigersinn.

Die Programmpunkte auf der Oberseite des Rades erstrecken sich zu beiden Seiten der blau markierten Standardeinstellung AUTO. Auto darf als Standard-Programm gelten, denn hier wird alles, inklusive automatischer Blitzaktivierung, automatisch eingestellt. Die beste Einstellung also für spontane Schnappschüsse.

Eine manuelle Über-/ Unterbelichtung ist mittels eines Buttons neben dem Auslöser trotz Automatik-Einstellung möglich und auch weitere manuelle Einstellungen können vorgenommen werden.
Nach Neustart des Kamerasystems springen die Änderungen jedoch wieder auf ihre Grundposition zurück.

Die Abkürzungen P, A, S und M weisen dem ambitionierten Fotografen den Weg zu automatischen, halbautomatischen und manuellen Aufnahmeprogrammen. Bei diesen Programmen werden Änderungen bis zum nächsten Einschalten treu beibehalten.

Jenseits der blauen AUTO-Markierung erstreckt sich ein Angebot von Symbolen, die auch jedem Laien bekannt sind oder dies aufgrund ihrer Augenfälligkeit rasch sein werden.
Portrait, Landschaft, Nahaufnahme, Sport, Nachtportrait werden hier mit ihren typischen Symbolen als vorkonfigurierte Wege zum technisch einwandfreien Bild in jeder Foto-Situation angeboten. Sollte die passende Konfiguration nicht dabei sein, stehen unter der SCENE-Einstellung insgesamt 19 Programme zur Verfügung. Abzüglich der genannten, die sich erneut unter den Programmpunkten befinden, ergeben sich so 14 neue Möglichkeiten.
Von besonderem Interesse ist sicher die des Bildstabilisators, dessen Verwendung allerdings sichtbares Farbrauschen mit sich bringt.

Das Haupt-Einstellungsmenü wird auf dem Display mit dem OK- Button innerhalb der Cursor-Kombination aktiviert.
Einer der Menüpunkte erscheint nun hervorgehoben, die Markierung wird mit den Cursor-Tasten über die einzelnen Punkte verschoben. Mit einem weiteren OK wird schliesslich ausgewählt. Die Einstellung der Details wird mittels Drehrad oder der Cursor-Tasten vorgenommen und bestätigt wird die Wahl mit einem weiteren OK.
Übersichtliches Menü

Für etwas Verwirrung sorgt allenfalls die Tatsache, dass das Einstellrad auf der Oberseite und die Cursor-Kombination z.T. ähnliche Aufgaben erfüllen. Sehr praktisch ist das Rädchen bei Einstellungs-optionen, die als Reihe gelistet sind.

Für den rechten Daumen bleiben zwei letzte Buttons. Der erste, weiter oben, ist mit der kryptischen Zeichenfolge AEL, AFL versehen. Hier wird der aktuelle Meßwert für Belichtung und Fokus fixiert, solange man den Button gedrückt hält.
Praktisch ist eine solche Funktion, wenn man die Belichtungswerte von einem Bildausschnitt auf einen anderen übertragen möchte, um z.B. Unter- oder Überbelichtung entgegenzuwirken.

Der Button weiter unten ist mit FN bezeichnet, offensichtlich bedeutet das FUNCTION. Statt, wie zuerst angenommen, ein weiteres Funktionsmenü aufzurufen, kann hier eine von vier möglichen Belegungen auf den Button bezogen werden: Tiefenschärfen-Kontrolle durch probeweises Schließen der Blende zur Ansicht, manueller Weißabgleich (durch Aufnehmen einer weißen Fläche), Testbildaufnahme (Aufnahme ohne Speicherung des Bildes zur Ansicht).

Die Bedienungsanleitung besteht aus zwei Teilen - einem gedruckten und einem PDF- Dokument auf der beiliegenden CD. Das gedruckte Exemplar lag zum Test nicht vor, während das umfangreiche und leider im Hochformat (ungünstig für die Darstellung am Monitor) angelegte PDF sehr viele Informationen bietet. Leider findet sich hier keine Übersicht der Kamera mit Erklärungen zu den einzelnen Bedienelementen.

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Test-Eindrücke

Eigentlich darf man die Bildergebnisse einer OLYMPUS weder mit der Lupe betrachten noch mit dem Farbspektrometer die Farben kontrollieren, denn das wäre in etwa so, als wollte man die Charaktere eines Films mit einem Soziologielexikon in der Hand studieren; das ginge am Wesentlichen (der Filmhandlung) vorbei.
Ganz abgesehen davon, dass eine Farbwertemessung keine adäquate Art sein kann, ein Bild zu betrachten, können die winzigen Abweichungen von der Norm kaum den guten Gesamteindruck stören.

Die E-400 erweist sich als Digitalkamera für Bildgenießer, die ihren Augen trauen.
Die Aufnahmen weisen eine feine Abstufung von Helligkeitsstufen und Farbtönen auf. Sie werden, satt oder blass, völlig überzeugend wiedergegeben.
Natürlich kann das bei einem Gerät dieser Preisklasse nicht alles sein, denn das können auch viele andere Kameras.

Olympus hat bei dieser Kamera, wie auch bei vielen anderen Modellen eigener Herstellung, die Licht- und Farbsituation derart gut im Griff, dass bestimmte Lichtsituationen, die den Anlass gebildet hatten, das Foto zu machen, annähernd 1:1 übertragen werden. Neutrale Grautöne bleiben bei nahezu jeder Lichtsituation neutral, der automatische Weißabgleich leistet hier Erstaunliches. Die Bandbreite an Lichtsituationen, die durch die Automatik abgedeckt wird, ist enorm.

Die Wiedergabe feinster Farbnuancen machen die Bildbetrachtung oft zu einem kleinen Erlebnis. Der Kontrastumfang ist selten völlig ausgereizt.
Auch mit flauem Wetter und Beinahe-Stockfinsternis kommt die Kamera spielend zurecht. Eine flaue Lichtsituation wird nicht künstlich aufgeheitert und wenn der Blick in den dunklen Keller den Augen nichts mehr zeigt, ist auch auf dem Bild kaum etwas zu sehen. Der Blick in den Keller erhellt sich erst, wenn manuell überbelichtet wird. Und dann ist auf Wunsch auch mehr zu sehen, als mit dem bloßem Auge. Letzteres gilt auch für die Aufnahme, auf der fast nicht zu sehen war, falls man diese am Computer nachträglich aufhellt. Es ist erstaunlich viel Information vorhanden.

Ein Farbrauschen ist dabei nicht zu beobachten, wobei allerdings eine körnige Struktur auffällt, die daran erinnert. Wie ein Rauschen ohne Farbe.
Das deutet auf eine kameraseitige Software hin, die ihren Job hervorragend erledigt, was eine Eleminierung von Farbartefakten angeht. Schade, dass die nun neutralen Artefakte nicht auch verschwinden.

Für 10 Megapixel Auflösung scheint die Detailschärfe nicht restlos überzeugend. Feinzeichnung ist nicht die größte Stärke der Kamera. Trotzdem reicht es noch für Vergrößerungen über das übliche Maß hinaus.

Die Bildschärfe im Nahbereich ist überzeugender, der Unterschied zwischen scharfen und unscharfen Bildelementen gelingt sehr ansprechend - eben so, wie man es von einer SLR erwarten darf.

Wie man es hingegen bei einer Digitalkamera erwarten muss, kommt es an den Bildrändern zu den scheinbar unvermeidlichen Farbsäumen. Besitzer von hochwertiger Bildbearbeitungs-Software können diese allerdings bei Bildern, die Im RAW- Format gespeichert wurden beim Import korrigieren.

Die dem Testgerät beiligende Zoomoptik bildet im Weitwinkelbereich deutlich tonnenförmig ab, dagegen werden in Teleposition Linien am Bildrand schnurgerade wiedergegeben.

Einen Wermutstropfen stellt das nur gemächliche Formatieren der Karte und die alles andere als rasante Datenübertragung zum PC dar. Scheinbar handelt es sich bei der Übertragungsschnittstelle um einen recht langsamen USB 1.1-Anschluss. Dieser ist mit USB 2 zwar kompatibel, nutzt jedoch weit nicht die vollen Übertragungsbandbreite.

Auch der nur über den Umweg als SCENE-Programm erreichbare Bildstabilisator hinkt dem aktuellen Stand etwas hinterher.

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Fazit / Bewertung

Die OLYMPUS E-400 Digital-Spiegelreflexkamera ist nicht nur für kleine Hände ideal. Auch, wer unnötige Lasten vermeiden will, ist mit dem Leichtgewicht gut bedient.

Handlicher als so manche Bridgekamera, jedoch von Haus aus mit dem Vorzug des Objektiwechsels ausgestattet, geht die offensichtlich für ambitionierte Amateure ausgelgte Digitalkamera ins Rennen. Und während Einsteiger zunächst zwischen den vielzähligen Voreinstellungen wählen, stürzen sich technisch versierte Anwender schon auf die Automatik, die Halbautomatiken und das manuelle Programm.

Letzteres bietet, ausgestattet mit einer BULB-Einstellung für Belichtungszeiten mit mehr als 60 Sekunden, experimentierfreudigen die Möglichkeit des Einsatzes von einfachen Lochblenden, denn die Kamera öffnet den Verschluss auch ohne angesetztes Objektiv.

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Überblick

  Handhabung:  
    Haptik:    
    Ergonomie:    
    Bedienungsanleitung:    
    Bedienkomfort:    
  Ausstattung:  
    Gehäuse:    
    Zoom:    objektivabhängig
    Programme:    
  Bildqualität:  
    Fotos:    
    Video:    entfällt da SLR
  Geschwindigkeit:  
    Einschaltzeit:    
    Bildfolgezeit:    
  Verarbeitung:      
  Anfassqualität:      
  Lieferumfang:      
  Preis / Leistung      
  Gesamtnote 87%
  Plus:    + extrem kompakte handliche Bauweise
     + kaum Doppelbelegung der Bedienelemente
     + Bulb- Einstellung für Langzeitbelichtungen
     + gute Rauschkompensation bei Langzeitbelichtung
     + gute Farbwiedergabe und stimmige Gesamtwirkung der Aufnahmen
     + Aufnahmen mit einfachen Lochblenden möglich
     + RAW-Format (auf Wunsch mit Voransicht als JPG-Datei)
     + hervorragende Ergebnisse mit automatischem Weißabgleich auch bei untypischen Lichtsituationen
  Minus:    - für 10MP Auflösung etwas schwache Detailschärfe
     - kein TIF- Format
     - nur umständlich erreichbarer Bildstabilisator
  Fazit:
    Die Olympus E400 ist eine vollwertige D-SLR für den ambitionierten Amateur im derzeit Weltweit kleinsten Gehäuse. TOPKAUF !  
     - TOPKAUF ! -
  Vergleichbare Modelle:
     - Sony - DSLR-A100
     - Sigma - SD10
     - Nikon - D80
     - Nikon - D200
     - Canon - EOS 400D
  Support:    www.olympus.de
  Preis:    849,- Euro bei Markteinführung (nur Gehäuse)
      durchschnittlicher Marktpreis ca. 770,- Euro

  
  Tester:    MM  CV

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