
|
     |
|
|
 |
| Testbericht Pioneer DVR-540H HDD-/DVD-Recorder |
 |
 |
|
|
|
|
|
 |
Beschreibung |
 |
Als Kombi-Recorder zeichnet der DVR-540H-S wahlweise auf der integrierten 160 GB Festplatte oder auf alle gängigen DVD-Formate aufnehmen (DVD-R, DVD-RW, DVD-R Dual-Layer, DVD+R, DVD+RW, DVD+R Dual-Layer und sogar DVD-RAM). Die Festplatte bietet mit 160GB Kapazität Platz für über 455 Stunden Videoaufzeichnung. Auf der Festplatte gespeicherte Daten können schließlich ohne Qualitätsverlust auf DVD archiviert werden. Pause Live TV ermöglicht das bequeme "Einfrieren" der gerade laufenden Sendung; praktisch, wenn eine Live-Sendung mal unterbrochen werden muss oder einfach der Anfang verpasst wurde. Sechs Qualitätsmodi und ein in 32 Stufen manuell einstellbarer Modus stehen für die Aufnahme zur Verfügung. VPS und ShowView unterstützen außerdem die Timerfunktion, worüber hinaus der elektronische Programmführer GUIDE Plus+ die Programmierung nochmals vereinfacht und vielfältige Programm-Informationen liefert. Neben den Recorder-Formaten DVD-R und DVD-RW spielt der Recorder auch DVD-RAM, DVD+R, DVD+RW, CD-R, CD-RW, VCD, SVCD, JPEG, WMA, DivX und MP3 CDs ab. Videomaterial kann über den YUV Video-Komponentenausgang auch im Progressive-Scan Modus wiedergegeben werden. Anschlussseitig verfügt der DVR-540H-S zudem über einen Scart RGB Ausgang.
|
 |
Produkt-Katalog/Datenblatt
Im Forum nach "DVR-540H-S" suchen
|
|
 |
Erster Eindruck |
 |
 |
 |
Die Front des DVR-540H-S ist erfreulich schlicht gehalten und gefällt mit geradliniger Symmetrie. Kurz: das Erscheinungsbild ist sehr angenehm.
 |

 |
 |
Anschlüsse und Tastatur liegen hinter der Klappe |
Die meisten Bedienelemente und die frontseitigen Anschlüsse verstecken sich hinter einer sehr sauber schließenden Klappe, welche sich über die gesamte Gerätebreite erstreckt. Die allerwichtigsten Bedienelemente sind jedoch auch bei geschlossener Klappe zugänglich. Auf der Anschlussseite begnügt sich der Recorder mit der Grundausstattung, wobei das Fehlen eines DV-Eingangs in dieser Klasse jedoch schon recht ungewöhnlich erscheint.
Genau wie der Recorder selbst gefällt auch die Fernbedienung mit dezenter Funktionalität. Kein buntes Tasten-Wirrwarr, sondern lediglich die relevanten Funktionen in angemessener Dimensionierung haben auf dem Geber Platz gefunden - eine wahre Wohltat.
nach oben
|
|
 |
Ausstattung |
 |
 |
 |
Wie mittlerweile fast alle DVD-Recorder bringt auch der DVR-540H-S eine integrierte Festplatte mit, welche mit 160GB Kapazität Platz für maximal 455 Stunden Aufnahme bietet. Die wählbaren Qualitätsmodi sind XP mit 34 Stunden, SP mit 68 Stunden, LP mit 136 Stunden, EP mit 204 Stunden, SLP mit 272 Stunden und SEP mit 340 Stunden. Hinzu kommt ein 32-stufiger manueller Modus, welcher zwischen 34 und den oben genannten 455 Stunden einstellbar ist. Die sechs Aufnahmemodi und der manuelle Modus stehen natürlich auch für die Aufzeichnung auf DVD zur Verfügung. Als Aufnahme-Medien unterstützt der Recorder DVD+R, DVD+RW, DVD+R Dual-Layer, DVD-R, DVD-RW, DVD-R Dual-Layer und DVD-RAM. Somit bedient er sämtliche im Markt vertretenen Formate, ein echtes Multitalent also.
 |

 |
 |
Der DVR-540H bietet das komfortable GUIDE Plus+ System |
Neben einer Direktaufnahme-Funktion sind auch bis zu 32 Timer-Aufnahmen programmierbar. Hierfür steht VPS und das bedienerfreundliche ShowView zur Verfügung. Noch komfortabler ist das GUIDE Plus+ System, ein analoger elektronischer Programmführer (EPG). Hierüber können Informationen über die jeweiligen Sendungen abgerufen oder per Knopfdruck eine Timer-Aufnahme programmiert werden.
Für die Aufnahmen bietet der Recorder eine Reihe von Editiermöglichkeiten. Diese Bearbeitungsfunktionen umfassen eine Kapitelbearbeitung (löschen, trennen, verbinden, Ausschnitt löschen) sowie die Bearbeitung von Titeln und Disc-Name.
Wiedergabeseitig spielt der DVR-540H-S neben den Aufnahmeformaten auch CD-R/RW, SVCD und VCD ab. Hierbei werden auch JPEG, WMA und MP3-codierte Medien unterstützt. Zur Steigerung der Bildqualität bei Wiedergabe bietet der Recorder zudem eine digitale Rauschunterdrückung, Pure Cinema Progressive Scan und Digital TBC (Time Base Korrektur).
Rückseitig stehen zwei Scart-Anschlüsse mit RGB-Eingang und Ausgang und je ein S-Video, Composite-Video und YUV Video-Komponentenausgang zur Verfügung. Audio-Signale können über einen Stereo Cinch-Ausgang oder den koaxialen Audio Digital-Ausgang abgegriffen werden. Hinter der Frontblende wartet zudem ein weiterer AV-Eingang mit S-Video Unterstützung auf Anschluss. Leider wurde auf einen DV-Eingang verzichtet, welchen insbesondere Camcorder-Besitzer schmerzlich vermissen werden.
nach oben |
|
 |
Handhabung |
 |
 |
 |
Das Home-Menü des DVR-540H-S ist übersichtlich gestaltet und verständlich beschriftet. So ist eine intuitive Bedienung auch für Einsteiger ohne Probleme durchführbar.
Nach etwa 4 1/2 Minuten ist das automatische Sender-Tuning abgeschlossen und die Aufnahme kann beginnen. Erwähnenswert ist hierbei die sehr gute Bildqualität der analogen Kabelsignale auch bei schwächerem Pegel.
Etwa 20 Sekunden nach dem Einschalten ist der Recorder aufnahmebereit, unabhängig vom Energiespar-Modus. Die Aufnahme startet auf einmaligen Druck der REC-Taste, ganz so, wie man es sich wünscht. Die darunter liegende STOP REC-Taste beendet besagte Aufnahme, ebenfalls ohne weitere Bedienschritte. Zusammen mit der sofortigen Bereitschaft, eine neue Aufnahme zu beginnen, zeigt sich der Recorder somit sehr spontan und unkompliziert. Leider gilt das nicht ganz für die Einstellung des Record-Modus, denn die zuständige Taste unter der Schiebeklappe auf der Fernbedienung ist aufgrund der Doppelbelegung nur über eine Shift-Taste erreichbar. Hier wäre eine direkt ansprechende Taste sicher praktikabler gewesen. Über REC MODE lassen sich so die sechs Standard-Modi sequenziell auswählen. Der nützliche MN-Modus muss zunächst im Menü aktiviert werden, wird dann jedoch mit einbezogen. Die Einstellung desselben erfolgt direkt nach der Aktivierung über die Cursor-Tasten (rechts/links) der Fernbedienung.
 |
 
 |
 |
Sehr übersichtlich: der Disc-Navigator |
Eigene Aufnahmen erscheinen chronologisch angeordnet im über-sichtlichen Disc-Navigator, welcher über die linke der beiden blauen Key-Tasten auf der Fernbedienung öffnet. Beginnend mit der letzten Aufnahme können hier je vier oder acht Titel angezeigt werden, wobei jeweils ein kleines PreView-Fenster über den Inhalt der Aufnahme informiert (bei acht Titeln nur beim ausgewählten Titel). Einfach den gewünschten Titel auswählen, ENTER auf der Fernbedienung drücken und die Wiedergabe startet. Auch der Inhalt fremdbespielter Discs kann hierüber angezeigt werden, was speziell bei MP3 oder ähnlichem die Navigation vereinfacht.
Die Timer-Programmierung erfolgt nach gewohntem Muster per Eingabe der Start- und Endzeit über ein übersichtliches Eingabefeld. Wesentlich komfortabler ist dies mit dem GuidePlus+ System möglich, welches neben Sender-Informationen und Programmübersicht auch die Timer-Programmierung mit nur einem Knopfdruck erlaubt - bequemer geht es nicht.
 |

 |
 |
Die Schnittfunktion ist schnell durchschaut
|
Die Nachbearbeitung, wie beispielsweise das Entfernen von Werbeblöcken ist verhältnismäßig einfach möglich, denn die Menüführung ist nachvollziehbar und unmissverständlich strukturiert. So ist besagter Schnitt auf Wunsch sogar framegenau leicht umsetzbar. So können schon nach sehr kurzer Eingewöhnung an das System Titel geschnitten, benannt und auf DVD kopiert werden. Besagtes Kopieren kann entweder direkt per Knopfdruck (One Touch Copy) oder über die im Menü aufgeführte Kopierfunktion durchgeführt werden. Letztere hat den Vorteil, dass nicht nur der markierte Titel, sondern eine beliebig zu setzende Titel-Liste kopiert werden kann. Zudem ist hier ein Wechsel des Aufnahme-Modus möglich, womit sich eventuelle Speicherplatzprobleme auf dem Rohling lösen lassen. Dies gilt jedoch nicht für einzelne Titel, sondern betrifft die gesamte Titel-Liste.
Die Bedienungsanleitung im handlichen DIN A5-Format ist einsprachig ausgeführt und bietet einen ausführlichen und gut lesbaren Index. So findet der Suchende schnell das gewünschte Kapitel und erhält eine Antwort auf seine Fragen. Ausführliche und verständlich verfasste Texte, begleitet von zahlreichen Illustrationen erleichtern das Verständnis und erlauben auch Einsteigern den erfolgreichen Einstieg ins DVD-Recording. Sowohl als Installationshilfe als auch als Nachschlagewerk erweist sich die Anleitung als überaus brauchbar.
Die beiliegende Fernbedienung ist ein Muster an effizienter Bedienbarkeit. Hatte man schon fast den Eindruck, die einzelnen Hersteller lägen im Wettkampf um den buntesten und am üppigsten bestückten Geber, so liefert Pioneer ein sehr übersichtliches Exemplar, dessen Tastatur auf Anhieb verständlich erscheint. Man findet sich sofort zurecht, denn Funktionen niedrigerer Priorität verbergen sich hinter einer Schiebeklappe. Hierzu zählen jedoch auch die Funktionen zur Wiedergabe einer fremdbespielten oder Kauf-DVD (Menü etc.) und die Suchlauf-Tasten, was die Bedienung bei Wiedergabe verkompliziert. Die Bedienelemente für den Recorder sind großzügig und ihrer Funktion angemessen dimensioniert. Zudem bringt jede Taste einen deutlich definierbaren Druckpunkt mit. Einzig das Handling leidet etwas unter den recht scharfen Kanten. Insgesamt betrachtet kommt der attraktive Geber zumindest in den Recorderfunktionen der Perfektion schon recht nahe, ein großes Lob hierfür.
Die "Pause Live TV" Funktion, welche eine zeitversetzte Wiedergabe des laufenden Fernsehprogramms erlaubt, verweigerte im Test mit der Einblendung "Diese Funktion ist zur Zeit nicht verfügbar" den Dienst. In der Bedienungsanleitung wird jedoch darauf hingewiesen, dass nicht alle TV-Geräte diese Funktion unterstützen, so auch sämtliche angeschlossene Testgeräte von Hitachi, Panasonic und Metz.
nach oben |
|
 |
Test-Eindrücke |
 |
 |
 |
Sechs Qualitätsstufen und einen manuellen Modus bietet der DVR-540H-S für die Aufzeichnung an, wobei der manuelle Modus mit seinen 32 Abstufungen sicher das bestmögliche Ergebnis im Verhältnis zum vorhandenen Speicherplatz bietet, hier jedoch nicht ins Gewicht fällt. Bleibt also XP mit einer Stunde Aufnahmezeit pro Standard (Single-Layer) DVD-Rohling, welcher erwartungsgemäß praktisch eine 1:1-Kopie des Originals lieferte. Im Testbild zeigte auch SP mit doppelter Spieldauer keine sichtbaren Veränderungen, wohl aber bei schnellen Bewegungen, denen vereinzelt Artefakte anhafteten. Qualitativ blieb der SP-Modus dennoch nahezu auf XP-Niveau. Der Schritt zum LP-Modus mit vier Stunden Aufnahmedauer erschien dafür schon deutlicher, denn obwohl die Schärfe weitestgehend erhalten blieb, nahm die Artefaktbildung sichtbar zu. So zeigte das aufgenommene Testbild ein vergleichsweise gutes Ergebnis, während bewegter Bildinhalt schon deutliche Artefakte aufwies, was Details teilweise verschwimmen ließ. Dennoch hat auch Pioneer seine Hausaufgaben gemacht und mit der Qualität des LP-Modus ein durchaus akzeptables Niveau erreicht. Das Ergebnis im EP-Modus mit sechs Stunden Kapazität zeigte schließlich einen immensen Schritt in Richtung Qualitätsverlust. Die Schärfe ließ insgesamt stark nach, während Bewegungen zunehmend unsauber erschienen, begleitet von starker Artefaktbildung. So erschien das Bild insgesamt unruhig und pixelig, kritisch betrachtet kaum akzeptabel. Die folgenden Modi SLP und SEP sollen hier nicht mehr beschrieben werden, da die Verluste hier nur sehr eingeschränkten, wenn nicht gar den Notfall-Einsatz rechtfertigen (z.B. kein oder wenig Speicherplatz). Hinzu kommt der mit 455 Stunden Aufnahmezeit beworbene MN1-Modus, welcher nur über den manuellen Modus erreicht werden kann und noch hinter dem zehnstündigen SEP-Modus angesiedelt ist. Ein aufgezeichneter 100m-Lauf zeigte hierüber nur noch pixelige Klumpen, welche sich vom Start zum Ziel bewegten. Die technische Machbarkeit in allen Ehren, doch erweist sich dieser Modus in der Praxis als vollkommen überflüssig. Praktikabel erscheinen hingegen die Modi zwischen XP und LP, ruhig in Verbindung mit dem manuellen Modus, denn hier ist ein wirklich gutes Ergebnis zu erwarten.
Neben guten Aufnahme-Ergebnissen konnte der Pioneer auch bei der Wiedergabe punkten, schließlich ersetzt der DVD-Recorder oft auch gleich den DVD-Player. So erschien das kritische "Magenta/Grün-Keil"-Testbild über die getesteten Ausgänge YUV und RGB sehr sauber und gut aufgelöst. Auch die Realtestbilder konnten durchweg zufrieden stellen. So zeigte der DVR-540H-S über RGB scharfe Bilder mit guter Detailauflösung, schien bei den "Erdbeeren" jedoch eine Spur zu kühl. Etwas besser noch waren die Ergebnisse über YUV, wo es praktisch nichts zu bemängeln gab. Hier fiel speziell das "Frauengesicht" mit natürlichen Farben und hervorragender Detaildarstellung auf. Auch die Audio-Wiedergabe war durchweg gut. Der Pioneer lieferte ein detailliertes, stimmiges Klangbild. Diesem Recorder darf man also getrost auch den Posten des Players überlassen, denn die Wiedergabe konnte hier voll überzeugen.
Als DVD-Recorder mit Festplatte war auch der DVR-540H-S nicht ganz frei von Betriebsgeräuschen, doch blieben diese im Normalbetrieb praktisch unhörbar. Spürbar waren hingegen gewisse Vibrationen der Festplatte. Hier sollte man darauf achten, einen möglichst schwingungsfreien Untergrund als Stellplatz zu wählen, um eventuellen Schwingungsgeräuschen vorzubeugen.
nach oben |
|
 |
Fazit / Bewertung |
 |
 |
 |
Mit dem DVR-540H-S darf man getrost den Einstieg in die Welt des Digital-Recordings wagen. Der Recorder bringt einen hohen Bedienkomfort mit und wer auf einen DV-Eingang und HDMI verzichten kann, erwirbt mit Pioneers derzeitigem Spitzenmodell einen leistungsfähigen Allrounder mit sehr guter Wiedergabe und umfangreichen Aufnahme-Features.
nach oben |
|
|
 |
Handhabung: |
|
|
|
Inbetriebnahme: |
 |
|
|
Bedienungsanleitung: |
 |
|
|
Fernbedienung: |
 |
|
|
Bedienkomfort: |
 |
 |
Ausstattung: |
|
|
|
Anschlüsse: |
 |
|
|
Features: |
 |
 |
Formate: |
|
|
|
Aufzeichnung: |
 |
|
|
Wiedergabe: |
 |
|
Bild: |
|
 |
|
Ton: |
|
 |
|
Verarbeitung: |
|
 |
|
Anfassqualität: |
|
 |
|
Preis / Leistung |
|
 |
|
Gesamtnote |
78% |
 |
 |
Stromverbrauch: |
|
|
|
Betrieb: |
ca. 30 Watt |
|
|
Standby: |
6 Watt (4 Watt im Energiespar-Modus) |
|
Plus: |
+ sehr gute Fernbedienung |
|
|
+ EPG GuidePlus+ |
|
|
+ hoher Bedienkomfort |
|
|
+ sehr gute Bild- und Ton-Wiedergabe |
|
Minus: |
- kein DV-Eingang |
|
Fazit: |
Leistungsfähiger Kombi-Recorder mit hohem Bedienkomfort und sehr guter Bild- und Ton-Wiedergabe. |
|
|
- sehr empfehlenswert - |
 |
Vergleichbare Modelle: |
|
|
Panasonic - DMR-EH56EG |
|
|
Philips - DVDR3330H |
|
|
Thomson - DTH8560E |
|
|
Toshiba - RD-XS24 |
|
|
Xoro - HVR 5500 |
|
Support: |
www.pioneer.de |
|
Preis: |
499,-- Euro bei Markteinführung |
|
  |
durchschnittlicher Marktpreis ca. 400,- Euro |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|