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Testbericht D200 digitale Spiegelreflex-Kamera von Nikon
 Beschreibung  erster Eindruck  Handhabung
 Ausstattung  Test-Eindrücke  Fazit
 Überblick  verfügbare Bilder  

Beschreibung




Semiprofessionelle Digital Spiegelreflex-Kamera (nur Gehäuse) mit Nikon F Wechselobjektivfassung für sämtliche Nikkor-Objektive (1,5-fache Brennweiten-verlängerung), RGB CCD Sensor mit effektiven 10,2 Megapixel, äquivalent ISO 100-1600, integrierter 2,5 Zoll TFT Farbmonitor und Blitz, Speicherung auf CompactFlash Karte Typ I und II oder Microdrive, Zubehörschuh, USB-Schnittstelle (2.0 High Speed), Video-Ausgang, Lithium-Ionen Akku, rubustes Magnesium-Gehäuse. Speicherung nach DCF Standard(EXIF 2.21) und DPOF Unterstützung.

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Erster Eindruck

Die Namensanlehnung an die große Schwester D2X dürfte durchaus Absicht sein und bringt schnörkellos das Konzept der Kamera zum Ausdruck, denn Nikons D200 wartet mit Features der Profigeräte auf, ohne ambitionierte Amateure durch vergleichsweise komplizierte Bedienung oder zu hohes Gewicht, sowie urlaubsuntaugliche Baugröße abzuschrecken.
Das spannt das Feld der potenziellen Käufer weit genug, um ambitionierten Amateuren zu Recht den Mund wässerig zu machen und gestandenen Profis eine einfach bedienbare, relativ preiswerte und offensichtlich hochwertige Alternative zum High-End Spitzenmodell zu bieten.

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Ausstattung

Gehäuse der D200
 
Im stabilen Magnesium-Gehäuse der D200 kommt ein RGB-CCD-Bildsensor im DX-Format (23,7x15,6mm) mit einer effektiven Auflösung von 10,2 Megapixel zum Einsatz. Hiermit sind Bildgrößen von 3.872 x 2.592, 2.896 x 1.944 und 1.936 x 1.296 Pixel möglich.

Die Speicherung erfolgt auf Compact-Flash-Karten oder Microdrive wahlweise im unkomprimierten RAW-Format oder als JPEG in drei Komprimierungsstufen.

Verwendbar sind DX Nikkor Wechsel-objektive mit Autofokus (AF-A): Automatik; Die Kamera wählt automatisch Einzel-autofokus (AF-S) oder kontinuierlichen Autofokus (AF-C). Die prädiktive Schärfe-nachführung reagiert automatisch auf Bewegungen des Motivs. Weitere Modi sind "Einzelautofokus" (S), "kontinuierlicher Autofokus" (C) und "manuelle Scharfeinstellung" (M).

Die Autofokus-Messfelder sind vorwählbar und für die AF-Messfeldsteuerung stehen die Einstellungen "Einzelfeldmessung", "dynamische Messfeldsteuerung", AF-Messfeldgruppen und "Priorität der kürzesten Aufnahmedistanz" zur Verfügung.

Als Aufnahme- und Belichtungsprogramme finden sich neben einer Vollautomatik auch Motivprogramme (Porträt, Landschaft, Kinder, Belichtungsprogramme Sport, Nahaufnahme, Nachtporträt), eine Programmautomatik (P) mit Programmverschiebung, eine Blendenautomatik (S), eine Zeitautomatik (A) und eine vollkommen manuelle Belichtungssteuerung (M). Weiterhin ist eine Belichtungskorrektur von -5 bis +5 LW in Schrittweiten von 1/3, 1/2 LW oder 1LW möglich.

Die einstelbare Empfindlichkeit entspricht den ISO-Werten 100 bis 1.600 (Schrittweite 1/3, ½ oder 1 LW).

Die Belichtungszeiten liegen zwischen 30 Sekunden und 1/8000 Sekunde, wobei auch Bulb-Langzeitbelichtung möglich ist.

Für den Weißabgleich stehen neben der Automatik per TTL-Messung mit 1.005-Pixel-RGB-Sensor auch sechs Weißabgleichs-Voreinstellungen und ein Weißabgleichs-Messwertspeicher zur Verfügung. Auch Weißabgleichsreihen werden unterstützt.

Bei Serienaufnahmen löst die D200 mit einer Geschwindigkeit von 5 Bildern pro Sekunde aus. In Belichtungsreihen können zwei bis neun Aufnahmen belichtet werden bei einer Schrittweite von 1,2 oder 3 Stufen.

Das integrierte Blitzgerät klappt bei Blitzautomatik (Automatik, Porträt, Kinder, Nahaufnahme und Nachtporträt) automatisch auf. In den Modi (P), (S), (A) und (M) muss die Entriegelungstaste für manuelles Aufklappen betätigt werden. Die Leitzahl (m, bezogen auf ISO 100) liegt bei ca. 12 (manuell: 13). Eine Blitzleistungskorrektur von -3 bis +1 LW ist in Schrittweiten von 1/3 oder 1/2 LW möglich. Zudem ist ein Zubehörschuh (Standard-ISO-Normschuh) mit Sicherungspassloch vorhanden.

Akku- und Speicherkarten-Slot
 
Zur Bildkontrolle und für Menü-Einstel-lungen ist ein 2,5 Zoll Niedertemperatur-Polysilizium TFT-Farbmonitor mit Hellig-keitsregelung integriert. Die Auflösung beträgt 230.000 Bildpunkte.

Anschlussseitig steht eine USB 2.0 High Speed Schnittstelle und ein Video-Ausgang (PAL und NTSC) zur Verfügung.

Die Stromversorgung übernimmt ein gerätespezifischer Lithium-Ionen Akku EN-EL3e, für welchen ein Schnelllade-gerät beiliegt. Zusätzlich kann ein Netzadapter EH-6 erworben werden.

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Handhabung

Sofort fügt sich das "Mittelschwergewicht" in die klassische Handhaltung der SLR-Geräte. Die Rechte am gummierten Gehäuse mit Griffwulst, den Zeigefinger auf dem Auslöser. Die Linke ist bei der Optik positioniert, Daumen und Finger liegen unter dem Zoomring die Handwurzel hat Kontakt mit der Unterseite des Kameragehäuses.
Denn gezoomt wird ja schließlich manuell.
Der Zeigefinger schaltet das Gerät am sacht rastenden Drehschalter, welcher den Auslöser umschließt ein und es kann losgehen.

Ein kurzer Check des oberseitig rechts eingelassenen LCD-Monitors gibt augenblicklich Auskunft über den aktuellen Status: Kameraprogramm, Bildzähler (der allerdings auch schon im deaktivierten Zustand sichtbar ist), Bildqualität Ladezustand, Weißabgleich, Schärfemessungs-Variante etc.
Wer die Zeichnen zu deuten weiß, wird seine helle Freude an der aufgeräumt wirkenden Ansicht haben. Wer diese Zeichensprache noch nicht beherrscht, muss sie dann später schrittweise noch lernen.

Doch auch dem Fotoanfänger sollte das "P" als Bezeichnung für "Programm" oder das "A" für "Automatik" geläufig genug sein, um zu wissen, dass man nun eigentlich ohne weitere Vorkenntnisse den Auslöser betätigen darf, um dafür ein gut belichtetes Bild zu erhalten. Einen SCENE-Modus mit voreingestellten Belichtungskonfigurationen scheint es auf den ersten Blick nicht zu geben. Die ersten Bildergebnisse übersteigen trotzdem bei so ziemlich jeder gängigen Lichtsituation auch ohne solche Hilfen die Erwartungen eines Foto-Anfängers.

Der Profi freut sich derweil an der unkomplizierten Verstellung der Aufnahmemodi und streift, den Zeigefinger auf den MODE-Button gelegt, mit dem Daumen eifrig am rückseitigen, griffigen Multifunktionsrädchen drehend, probehalber durch die SLR-üblichen automatischen und halbautomatischen Aufnahmeprogramme.

Schon jetzt ist der Eindruck ein sehr guter. Das Gehäuse aus einer stabilen Magnesium-Legierung liegt so Vertrauen erweckend in der Hand, wie ein hochwertig verarbeiteter, sorgfältig durchdachter und bewusst gestalteter Artikel dieser Preisklasse es eben tun sollte - beim gleichzeitigen Gewichtseindruck eines mittelgroßen Pflastersteins.
Das Gewicht sorgt für erschütterungsfreie Ruhe bei der Aufnahme. Der Auslöser, welcher mit weichem Übergang zwischen den Zuständen Antippen (wenig Widerstand) und Auslösen (etwas mehr Widerstand) so weich hinüber gleitet, dass es an den Auslöser eines Präzisionsgewehrs erinnert, tut sein Übriges. Hat man beim Niederdrücken einen bestimmten Punkt überschritten, löst die Kamera ansatzlos aus.
Das ist anfänglich sehr ungewohnt, sollte man einen feinen Rastpunkt im Übergang erwarten, jedoch kann man ohne jedes Verlustgefühl vollständig auf diesen verzichten, sobald man sich an die Veränderung gewöhnt hat. Besser noch: man wird den bisher gewohnten Rastpunkt zukünftig als eher störend wahrnehmen und teilweise zu Recht argwöhnen, dass dieser in der Vergangenheit so oft für leicht verwackelte Aufnahmen mit verantwortlich war.

Rechts neben dem MODE-Button gibt es die Möglichkeit, die Messung um je 5 Blenden + oder - 1/3 Blendenstufen zu korrigieren und an die gegebene Situation anzupassen. Die Position ist gut gewählt, denn so kommt es bei Nutzung dieser oft sehr sinnvollen Funktion zu keiner Zeitverzögerung. Auch hier wirkt das Daumenrad als intuitiver Schnellwähler für einen reibungsfreien Betrieb; die Verstellung wird auf dem kleinen LCD als Blenden-Skala dargestellt zur Kontrolle und als Erinnerung sichtbar.
Sollte man also beim Ausschalten vergessen, die Einstellung zurückzunehmen, ist man zum nächsten Start wenigstens gewarnt. Eine Möglichkeit die Verstellung mit einem Knopfdruck wieder auf Null zu setzen, könnte die Bedienung allerdings noch komfortabler machen.
Linksseitig, dort, wo in vordigitaler Zeit der Rückspulhebel zu finden war, ist in optisch an diese Zeiten angelehnter Form ein kleiner Cluster aus Schaltern zu finden, die ebenfalls für den schnellen direkten Zugriff dort positioniert sind.
Weissabgleich, Bildqualität und ISO-Wert können dort eingestellt werden. Nochmals unterschiedliche Parameter (z.B. Weißabgleich Voreinstellung und +/- 3 Punkte Modifikation der Voreinstellung) werden hier mit dem Daumeneinstellrad und einem weiteren Rädchen für den Zeigefinger vorn eingestellt.

Beim Weissabgleich ist ein sehr großer Bereich zwischen 2500 und 10.000 Kelvin Farbtemperatur wählbar, allerdings nicht durchgehend in 100K-Schritten, sondern nach einem voreingestellten Muster, sich zu den extremeren Werten hin vergröbernd.

Unterhalb der beschriebenen Buttons vorn links am Gehäuse findet sich ein Drehrad mit assoziiertem Sperrknopf. Entsperrt man hier das Einstellrad, lässt sich zwischen "S" für Single Shot, langsamen und schneller Aufnahmefolge, Zeitauslöser (Selbstauslöser) und "Mup" (Mirror up also Spiegel hoch = Spiegelvorauslösung) wählen. Dem Pressefotografen also seinen schnellen Transportmodus und dem Studio-Stills-Fotografen seine Spiegelvorauslösung für garantiert verwackelungsfreies Auslösen.
Beiden dient die linksseitige Buchse zum Anschluss eines externen Blitzes. Auf der Oberseite gibt es selbstredend einen Blitzschuh mit Mittenkontakt und Mehrfachkontakt für einen Systemblitz.
Wer sich bescheiden mit weniger Leistung zufrieden geben möchte, eine leichte Aufhellung im Gesicht der Portraitierten wünscht oder schlicht den Blitz zuhause vergessen hat, kann sich mit dem integrierten Blitz behelfen, der, wenn er auf Knopfdruck ausklappt, recht hoch über der Objektivachse steht. Es gibt keinen weiteren Schalter für den Blitz - er ist eingeklappt inaktiv und ausgeklappt aktiv. Ein Modifikationsbutton für die Blitzleistung erlaubt Verstellwerte von +1 bis -3 Blenden in 1/3- Blenden Schritten. Die Verstellung erfolgt per vorderem Multifunktionsrad, das hintere Multifunktionsrad regelt die Einstellung des Blitzprogramms.

Trotz der vielen Einstellmöglichkeiten ist eine intuitive Bedienung der D200 möglich 
Die aufgeführten Funktionen erweisen sich während des Betriebes als recht intuitiv bedienbar und sind nach einiger Übung wie selbstverständlich in Fleisch und Blut übergegangen.

Die übrigen Funktionen folgen diesem guten Beispiel.
Die Auswahl rechts neben dem Display ist sehr professionell. Dagegen wirkt die linke Seite schon amateurhafter, denn links neben dem rückseitigen großen Display, welches im Aufnahmebetrieb schwarz bleibt, reihen sich 5 Buttons untereinander, die für das Aufrufen des wohlgeordneten Menüs, wie für den Betrachtungsmodus zuständig sind.
Die Symbole sind verhältnismäßig groß geraten, dafür jedoch auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut zu erkennen.

Aktiviert man den Bildbetrachtungsmodus (Rechtspfeilsymbol, Button oben), wandert der Daumen beinahe automatisch zum Multifunktionsrad oben rechts.
Doch leider weit gefehlt.

Bei der D200 gibt es leider das weit verbreitete Konzept mit der Steuerung über die Zoomwippe nicht, zumal es bei der SLR keinen Zoomhebel gibt. So folgt denn leider die Nikon-eigene Prozedur des Einzoomens in das Bild verbunden mit der üblichen Prozedur. Nach einigen Durchläufen im alltäglichen Betrieb stellt dies jedoch kein Hindernis mehr dar.

Das Löschen geschieht über einen Button, der mit dem üblichen Papierkorbsymbol versehen ist. Unter dem Button ein feiner roter Schriftzug ">Format". Das gleiche Icon findet sich auf der Oberseite beim Button "MODE". Drückt man beide Buttons im Normalbetrieb gleichzeitig, kann man die eingesetzte CF-Card schnell und ohne zeitraubenden Ausflug ins Menü löschen. Das Prinzip scheint zu recht von aufwändigen Bank-Schließanlagen abgeschaut. Der Löschvorgang der Karte wurde bei größtmöglicher Sicherheit vor versehentlichem Löschen der Karte so einfach und so direkt wie möglich gestaltet.

Der Schalter neben dem Papierkorbsymbol steht mit der Aufschrift "BKT" für den englischen Begriff Bracketing (Einklammerung). Hier können bei sehr großen Belichtungsspielräumen Klammern um den gemessenen Wert geschlagen werden, das heißt, einer Aufnahme mit dem gemessenen Wert werden Aufnahmen hinzuaddiert die im Verhältnis zu diesem unter- und überbelichtet sind. Eine Technik, fast schon ein Ritus, die aus Zeiten der Analogfotografie stammt, als es sehr wichtig war, Diamaterial sehr exakt zu belichten und die feinsten Schwankungen in der Helligkeit für oder gegen die Auswahl eines Bildes sprechen zu lassen.

Rechts vom Display finden sich weitere Einstellmöglichkeiten: die Meßmethode und Fokusart. Zudem kann hier der Sucher per Dioptrie-Ausgleich justiert und das Kartenfach geöffnet werden. Dass das Symbol, welches offensichtlich das öffnen eines Kartenfaches andeuten soll, wie PACMAN aussieht, ist jedes Mal verwirrend. Der Hebel funktioniert sehr gut und wenn man sich mit PACMAN abgefunden hat, ist man darauf vorbereitet, dass nach Betätigung seitlich das kleine Türchen aufspringt.
Die Karte dahinter lässt sich gut herausnehmen. Designer und Ingenieure sind mittlerweile übereingekommen, dass die Kartenschächte nicht nur für Menschen mit sehr dünnen Fingern gemacht sein können oder für solche, die ständig eine Pinzette mit sich führen.

Die Belichtungs-Meßmethode ist schnell verstellbar und den individuellen Bedürfnissen mittels Wahlschalter sehr rasch anzugleichen.

Der Fünfwegschalter darüber dient dazu, im Menü zu navigieren (vier Richtungen) und Bestätigen (Schalter nach unten drücken).
Der Schalter arbeitet etwas zu weich, hier wären deutlich spürbare Rastpunkte auf jeden Fall sinnvoll, um dem Benutzer ein deutlicheres Feedback geben zu können.

Das Menü zur Kameraeinstellung auf dem TFT-Display ist übersichtlich aufgebaut und lässt den Nutzer nie im Unklaren, wo er sich befindet.

Das Stativgewinde befindet sich selbstredend in der Flucht der Objektivachse, die Chipebene ist dabei vielleicht um 1 cm zur Rückseite hin versetzt. Die Chipebene ist von außen sichtbar rechts oben am Kameragehäuse markiert.

Wegen des großen Angebots unterschiedlicher Features ist es hier nicht möglich, auf alle erschöpfend einzugehen. Es soll gesagt sein, dass die meisten eher noch in Richtung professioneller Anspruch weisen als weiter zu vereinfachen und damit den Funktionsumfang weiter vergrößern.

Die Gebrauchsanweisung ist recht übersichtlich gestaltet und das Format ist handlich. Bei Nutzung der Anleitung ist die typografische Ausführung wenig erbaulich, funktioniert aber.

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Test-Eindrücke

Die Kamera arbeitet schnell, so schnell, dass sie beispielsweise auch für den täglichen Einsatz bei der Tagespresse geeignet ist. Hier reichen 5 Bilder pro Sekunde in voller Auflösung als TIF oder RAW völlig aus.

Die Bilddateien werden den hohen Erwartungen gerecht.

Die dem Testgerät mitgelieferte Optik zeichnet sich durch eine sehr gute Schärfe mit einer Randabdunklung bei maximaler Brennweite von ca. 6% und bei kürzester Brennweite von ca. 17% aus. Die Abdunklung wird bei Motiven mit homogenen Flächen und sowieso schon wenig Licht deutlich sichtbar.

Der Brennweitenumfang von 18 - 200mm (KB. äquiv) ist allerdings phänomenal und reicht so ziemlich für alle gängigen Foto-Situationen.

Die Abbildungsschärfe bei Telebetrieb ist erstaunlich und im Zusammenhang mit der hohen Auflösung der Kamera überdurchschnittlich gut. Aber auch im Weitwinkelbetrieb, bei dem die Größe des Bildausschnittes schon fast Fisheye-Quantität erreicht, ergänzen sich Bildschärfe und Auflösung positiv.

Auch bei sehr starker Vergrößerung ist bei den Bilddateien, die bei normalen bis grenzwertigen Lichtsituationen entstanden sind, weder Farbrauschen zu erkennen noch machen sich Komprimierungsartefakte bemerkbar. Vorsichtshalber sollte man natürlich von Anfang an die geringeren Auflösungen und stärkeren Komprimierungsstufen gar nicht erst nutzen, passender CF- Speicher ist ja mittlerweile sehr preisgünstig zu haben.
Wer es sich leisten kann, der arbeitet von vornherein mit RAW- oder TIF-Dateien, so ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite und beraubt sich nicht der Möglichkeit der Nachbearbeitung oder der freien Ausschnittswahl.

Bei stark kontrastigen Motivstellen bilden sich an den Bildrändern zwar feine Farbsäume, die jedoch erfreulicherweise deutlich unter dem liegen, was sonst üblich ist.

Farben werden gut wiedergegeben, die fein arbeitende Automatik arbeitet gut. Da die Möglichkeit für Weißabgleichkorrekturen bei der Kamera manuell schnell zugreifbar ist, sollte diese auch genutzt werden, um das Ergebnis zu optimieren.

Farben und neutrale Töne werden stimmig und verlässlich wiedergegeben, die Differenzierung funktioniert sehr gut.

Die Bedienung bereitet abgesehen vom Einzoomen in die Bildvoransichten keinerlei Probleme.

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Fazit / Bewertung

Mit der D200 bietet Nikon eine Digitale SLR an, welche die Latte für ambitionierte Amateure in erreichbare Höhe hängt und dem Berufsfotografen ein äußerst wandelbares und leistungsfähiges schnelles Werkzeug an die Hand gibt.

Die Kamera, handlicher und leichter als die Vollprofi-Verwandtschaft, bietet wesentlich mehr Möglichkeiten, als zu erwarten wären. Die üblichen Verstellwege scheinen plötzlich weiter und dehnbarer als gewöhnlich.

Foto-Anfänger werden kaum das große Angebot nutzen können, es steht jedoch ausser Frage, dass sie die Kamera ohne Probleme auslösen können. Weil der Autofokus und die Belichtungseinstellung auf Wunsch automatisch funktionieren, ist das Fotografieren quasi für jeden, der die Kamera halten kann, problemlos möglich.

Das dem Testgerät beigefügte Zoomobjektiv AF-S NIKKOR 18-200mm 1 : 3,5 - 5,6 DX bietet einen extrem großen Zoomumfang, der keine Wünsche offen lässt - die Kombination ist perfekt.

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Überblick

  Handhabung:  
    Haptik:    
    Ergonomie:    
    Bedienungsanleitung:    
    Bedienkomfort:    
  Ausstattung:  
    Gehäuse:    
    Zoom: hier AF-S NIKKOR 18-200mm 1 : 3,5 - 5,6 DX)    
    Programme:    
  Bildqualität:  
    Fotos:    
    Video:    entfällt
  Geschwindigkeit:  
    Einschaltzeit:    
    Bildfolgezeit:    
  Verarbeitung:      
  Anfassqualität:      
  Lieferumfang:      
  Preis / Leistung      
  Gesamtnote 96%
  Plus:    + professionelles ausbaufähiges SLR-System
     + hervorragende Bildleistung
     + sehr hohe Bildfrequenz
     + im Zweifelsfall auch für Anfänger geeignet
  Minus:    - etwas komplizierte Bedienung beim Zoomen im Betrachtungsmodus
  Fazit:    Die Nikon D200 eignet sich mit ihrem sehr großen Angebot an Möglichkeiten für    Berufsfotografen wie für ambitionierte Fotografen und sogar auch für Foto-Anfänger.
     - TOPKAUF ! -
  Vergleichbare Modelle:
    Canon EOS 30D
  Support:    www.nikon.de
  Preis:    1699,- (nur Gehäuse) Euro bei Markteinführung
      durchschnittlicher Marktpreis ca. 1650,- Euro (nur Gehäuse)

  
  Tester:    MM  FR

Verfügbare Bilder

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