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Plasma-TV

Die jüngste und innovativste Entwicklung im TV-Markt ist zweifelsohne der Plasma-Bildschirm. Plasma-TVs sind gekennzeichnet durch eine Bautiefe, die sich nicht mehr wesentlich von der einer Kinoleinwand unterscheidet und einer völlig planen Oberfläche, die eine verzerrungsfreie Darstellung bis in die Ecken ermöglicht. Bei einem Betrachtungswinkel von 160 Grad sieht man selbst bei seitlicher Betrachtung noch perfekte Bilder.


Plasma-Bildschirme benutzen einen völlig anderen Bildaufbau und ein anderes Verfahren zur Erzeugung der Bildhelligkeit als herkömmliche TV-Geräte mit Bildröhre.

Die von herkömmlichen TV-Geräten bekannten Nachteile wie Großflächen- und Zeilenflimmern fehlen hier ganz.
Dafür kämpfen die Flachmänner mit anderen Problemen. Bei zu hellem Umgebungslicht (direkte Einstrahlung von Tageslicht auf die Scheibe) mangelt es bei der Darstellung satter Schwarztöne. Der in den Plasma-Zellen verwendete grüne Phosphor hat mitunter eine verzögerte Reaktionszeit und verursacht dadurch braunes "Pixelrauschen". Bei schnellen Bewegungsabläufen stören zudem farbige Doppelkonturen. Alle Probleme haben die Hersteller aber seit der 3. Geräte-Generation mehr oder weniger durch aufwendige Korrekturschaltungen im Griff.

Die Auflösung eines Plasma-Bildschirms ist abhängig von der Anzahl der Bildpunkte. Im Markt tummeln sich Geräte mit Auflösungen von 852 x 480, 1024 x 768 bis hin zu 1366 x 480 Bildpunkten. Grundsätzlich gilt: Je höher die Auflösung, desto kürzer darf der Betrachtungsabstand sein.

Die entscheidenden technischen Daten eines Plasma-Bildschirms sind das Kontrastverhältnis und die erzielbaren Helligkeitswerte. Sie bestimmen, wieviel Sie noch bei hellem Umgebungslicht erkennen. Gute Werte für das Kontrastberhältnis sind 3000:1 und für den erreichbaren Helligkeitswert 750cd/qm (dieser Wert sinkt bei größeren Bildschirmdiagonalen).

Bei der Entscheidung für einen Plasma-Bildschirm achten Sie auf die Darstellung der schwarzen Farbe. Das prüfen Sie am besten mit dem Abspann eines Filmes mit weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund. Schwarz sollte hier wirklich schwarz und nicht grau sein.

Da Plasma-Bildschirme auch als Bildausgabegerät für andere Anwendungen geeignet sind (Computer), besitzen sie kein eigenes TV-Empfangsteil. Hier ist es ratsam, das vom Hersteller empfohlene Empfangsteil zu verwenden. Denn die Verbindung zwischen Plasma-Bildschirm und Empfangsteil ist häufig eine herstellereigene Speziallösung, die besondere Verbindungskabel erfordert.

Natürlich haben die Plasma-Bildschirme einen Eingang zum Anschluß von RGB-Signalen und einen Y/C Eingang. Beim Anschluß von mehreren Quellen (Sat Receiver, DVD-Player, Computer usw.) gibt es aber dann ohne externes TV-Empfangsteil Probleme. Ausreichend Schnittstellen zum Anschluß externer Quellen sind aber bei den empfohlenen Empfangsteilen vorhanden.

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Nubert