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Röhren-TV - Bildröhre ist nicht gleich Bildröhre...

Nach wie vor ist die klassische TV-Bildröhre immer noch die Nummer eins bei der Darstellung von TV-Bildern. Trotz ihrer langen Geschichte ist die technische Weiterentwicklung nach wie vor fließend.


Alle Qualitätsmerkmale eines TV-Bildes werden wesentlich von den Komponenten Elektronenkanone, Ablenkeinheit, Glasschale, Schatten-maske, Phosphorschicht und Glasschale bestimmt.

Jede Veränderung in diesem komplexen System Bildröhre ist für die Hersteller eine Herausforderung. Die letzte war die Format-Umstellung von 4:3 auf 16:9 und der Trend hin zu flachen Oberflächen. Gerade bei diesem letzten Innovationsschub gibt es noch genügend Probleme im Bereich Bildgeometrie und Konvergenz, die ausschließlich durch eine aufwendige Elektronik bei der Ansteuerung kompensiert werden. Aus diesem Grund gilt: Hände weg von Billigangeboten, oder Geometrie und Konvergenzfehler akzeptieren.

Elektronenkanone:

Eine Farbbildröhre enthält drei Elektronenkanonen. Sie bestimmen im wesentlichen die Leuchtkraft (Kontrast) des Bildes. Leistungsfähige Elektronenkanonen erkennt man, wenn bei herunter geregeltem Kontrast noch ein kräftiges Bild erzeugt wird. Hier ist der Qualitätsstandard heute bei fast allen Röhren sehr hoch.

Ablenkeinheit:

Die Ablenkeinheit baut die Bilder zeilenweise auf. Fehlt es hier an Präzision, verfehlt der Strahl sein Ziel und es kommt zu Geometrie- und Farbfehlern.

Schattenmaske:
Eine zentrale Schlüsselstellung bei der Bildröhre nimmt die Schattenmaske ein. Sie bestimmt, dass die Elektronenstrahlen immer korrekt die für sie vorgesehenen roten grünen und blauen Farbpunkte treffen.

Heute haben sich zwei Techniken etabliert, die Trinitron-Maske (Sony) und die Schlitzmaske. Alle Masken haben ein gemeinsames Problem, die Wärme.
Durch den Aufprall der Elektronenstrahlen kommt es zu einer übermäßigen Erwärmung der Maske was zu einem mechanischen Verziehen tendiert. Die Folge sind Farbflecken im Bild.
Um die Masken stabil zu halten, werden Sie gespannt. Bei der Triniton-Röhre wirkt hier eine Spannkraft bis zu einer halben Tonne. Nicht ganz so hoch ist die Spannkraft bei der Schlitzmaske. Hier bringt die Invar-Technologie (angebrachte Stabilisierungs-Stege zwischen den Farb-Triplets) eine zusätzliche Stabilität. Invar-Technologie ist kein Standard. Man findet sie nicht bei preiswerten TV-Geräten.

Phosphorschicht:

Die Phosphorschicht läßt die Bilder leuchten. Sie besteht aus einer Anordnung von roten, grünen und blauen Phosphorpunkten, die beim Auftreffen des Elektronenstrahls aufleuchten. Die Röhrenhersteller verwenden hier unterschiedliche Werkstoffe, je nach Preisklasse mit mehr oder weniger Leuchtkraft.
Bei der Black-Matrix Röhre befinden sich zwischen den Phosphor Farb-Triplets noch schwarze Streifen, die den Schwarzwert erhöhen.

Glasschale:

Die Glasschale oder das Frontglas spielt eine wichtige Rolle für den Schwarzwert des Bildes. In der Regel ist das Glas beschichtet und verhindert, dass Umgebungslicht in das Innere der Röhre eindringt und diese aufhellt. Gleichzeitig soll die Beschichtung Reflektionen auf dem Schirm verhindern.

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