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50Hz Interlaced-Verfahren

 
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Herkömmliche Fernsehgeräte übertragen die Bildinformation Bild für Bild einzeln hintereinander. 50Hz bedeutet hier, dass in einer Sekunde 50 Einzelbilder übertragen werden (d.h. alle 20ms entsteht ein neues Einzelbild). Durch die schnelle Bildfolge und die Integrationswirkung des menschlichen Auges entsteht der Eindruck eines sich bewegenden Bildes.

Jedes Einzelbild wird zeilenförmig von links nach rechts aufgebaut.Insgesamt verwendet man 625 Zeilen für ein Bild, wobei nur 576 Zeilen tatsächlich sichtbar sind (während der Zeit der nicht sichtbaren Zeilen wird der Rücksprung zum oberen Bildrand eingeleitet).


Aus der Anzahl der Bildzeilen und der Bildwechselfrequenz (hier 50Hz und 625 Zeilen) ergeben sich bestimmte Anforderungen an das Übertragungsmedium (z.B. Bandbreite und Technologie der TV-Sender/Empfänger). Für die damals mögliche Technologie waren 50 Bilder pro Sekunde und 625 Zeilen viel zu hoch. Man griff zu einem Trick. Man überträgt von einem Bild jeweils immer nur die zweite Zeile, und zwar nach einem festen Muster. Zuerst das erste Bild (man nennt dieses Bild jetzt Halbbild) mit der Zeile 1,3,5,7 usw. bis Zeile 313 und dann das zweite folgende Halbbild mit den Zeilen 2,4,6,8 usw. bis Zeile 625. Der Fachmann nennt dieses Verfahren Zwischenzeilen-Verfahren oder Interlaced-Technik.

Zusammengefasst heißt das: Jedes der übertragenen 50 Bilder pro Sekunde ist nur ein Halbbild mit 288 (312,5) Zeilen. Ein richtiges Vollbild mit 576 (625) Zeilen entsteht erst alle 40ms durch Integration im Auge.

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Nubert