YUV Komponenten-Signal
Ursprünglich bezeichnete man als Komponenten-Signal die drei getrennt geführten RGB-Signale, die eine Kamera oder ein Bildabtaster liefern. In der Fachterminologie wird aber immer mehr das codierte RGB-Signal, also das getrennt geführte YUV-Signal, als Komponenten-Signal bezeichnet.
Neue Entwicklungen im TV- und Videobereich, wie DVD und digitale Camcorder arbeiten grundsätzlich nur noch auf der Basis des YUV Komponenten-Signals.
Hintergründe:Ein TV(Video)-Bild wird ursprünglich aus den drei Grundfarben Rot Grün und Blau (RGB) erzeugt, und zwar nach der Beziehung:
Y(Weiß) = 0,3 Rot + 0,59 Grün + 0,11 Blau.
Jede Farb-Komponente enthält auch die Information über den Helligkeitswert (Y- oder Luminanzwert). Nach der gegenwärtigen Norm ist der höchste Luminanzwert (höchste Signalfrequenz) im Y-Signal auf 5MHz festgelegt. Für die Übertragung über eine Signalstrecke muß hier entsprechend Bandbreite zur Verfügung gestellt werden.
Aus diesem Grund ist es unwirtschaftlich, alle drei Farbsignale (RGB-Signal) getrennt zu übertragen. Das ist auch nicht notwendig, denn für eine farbige Bilddarstellung ist es ausreichend, wenn man dem reinen Helligkeitswert (Y) nur noch die Informationen für Farbsättigung und Farbton aus den einzelnen Grundfarben hinzufügt.
DifferenzsignaleDie Informationen für Farbsättigung und Farbton erhält man, indem man den Y-Wert aus den Werten der Grundfarben RGB abzieht. Daraus entstehen die sogenannten Farb-Differenzsignale R-Y, B-Y und G-Y.
Um eine Übersteuerung weiterer Schaltungs-Stufen im Signalweg zu vermeiden, werden die Farbdifferenzsignal R-Y und B-Y in ihrer Bandbreite und Amplitude begrenzt.
Ab hier nennt man die Signale U (B-Y) und V (R-Y).
Das grüne Farbdifferenzsignal G-Y wird nicht mehr benötigt. Denn bei der Bildreproduktion kann man die grüne Komponente einfach aus YUV wieder zurück rechnen.
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