Bassreflex-Box
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Überblick
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Das Bassreflex-Prinzip ist ein besonderes Konstruktionsmerkmal einer Lautsprecherbox.
Um überhaupt eine Tiefton-Wiedergabe zu erzielen, sind herkömmliche Lautsprecher in komplett geschlossen Boxen eingebaut. Das in der Box eingeschlossene Luftvolumen übt auf die Membran des Lautsprechers eine federnde Kraft aus, die zusammen mit der Membranmasse und deren Aufhängung die Eigenresonanz des gesamten Gebildes bestimmt. Eigenresonanzen führen zu akustischen Fehlern und Kangverfärbungen. Je kleiner eine Box (geringes Luftvolumen) und je kleiner der Durchmesser der Tiefton-Membran ist, desto höher wird die Frequenz der Eigenresonanz. Die unterste Wiedergabefrequenz im Tieftonbereich wird also wesentlich von der Eigenresonanz der Box bestimmt.
Öffnet man die Box und setzt in die Öffnung ein Rohr, wird bei jeder Membranbewegung die Luftmasse im Rohr hin und her bewegt. Das geschieht nicht direkt, sondern indirekt über das elastische Luftpolster des Boxenvolumens. Dieses schwingungsfähige System, das aus einem Volumen und einer Öffnung besteht, nennt der Physiker Helmholzresonator.
Jeder kennt den Ton, der entsteht, wenn man über den Hals einer leeren Flasche bläst. Die Frequenz des hier hörbaren Tones wird in diesem Fall nur vom Verhältnis des Flaschenvolumens und der Länge und Querschnitt des Flaschenhalses bestimmt.
Stimmt man nun die Resonanzfrequenz der Box und das Lautsprecher-Chassis entsprechend ab, erreicht man eine deutlich tiefere Resonanzfrequenz als bei einer gleich großen geschlossenen Box. Der Wiedergabe der tiefen Frequenzen kann somit nach unten erweitert werden.
AufstellungDie Aufstellung einer Bassreflex-Box ist allerdings nicht ganz unproblematisch. Sie eignen sich nicht für eine direkte Wandmontage oder ein direktes Aufstellen auf dem Fußboden. Auch Raumresonanzen können die Wiedergabe hier beeinflussen. Grundsätzlich gilt wie bei jeder Lautsprecherwahl: Ausprobieren und hören.
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