Kopierschutz
Um das ungewollte Kopieren von Software zu verhindern hat die Industrie zahlreiche Verfahren entwickelt, die das Kopieren verhindern sollen. Mit fortschreitender Einführung von digitalen Schnittstellen gewinnen die Kopierschutzverfahren immer mehr an Bedeutung. Aber Kopierschutz heißt nicht, dass grundsätzlich keine 1:1 Kopien mehr möglich sind. Je nach Verfahren sind keine Kopien, einmalige oder mehrere Kopien möglich. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die z.Zt. verwendeten Kopierschutzmassnahmen.
CPPMContent Protection for pre-recorded Media. CPPM ist das Gegenstück zu CPRM für vorbespielte Medien. Einsatz erfolgt bei DVD-Audio, wo es die CSS-Funktion übernimmt.
CPRMContent Protection for Recordable Media. Von der 4C Gruppe (IBM, Intel, Toshiba und Matsushita) entwickelter Kopierschutz für bespielte Datenträger. Wird eingesetzt bei DVD-RAM, DVD-RW und SD-Card.
CSSContent Scrambling System. Kopierschutz bei DVD-Video. CSS verschlüsselt die Software (Filme), damit sie nicht einfach von einem MPEG-Decoder wiedergegeben werden können. CSS-Decodierung gehört zum DVD-Video Lizenzpaket und wird nur vergeben, wenn sich die Geräte an die Kopierschutz-Vorschriften halten. Alle DVD-Player haben eine CSS-Decodierung.
DTCPDigital Transmission Copy Protection. Kopierschutz entwicklet von der 5C Gruppe (Hitachi, Intel, Matsushita, Sony und Toshiba). Kopierschutz für die FireWire-Schnittstelle (IEE1394).
HDCPHigh-Bandwidth Digital Content Protection. Entwickelt für die DVI-Schnittstelle von Intel und Silicon Image. HDCP soll eingesetzt werden bei D-VHS-Recordern, Settop-Boxen und DVD-Playern auf der Ausgangsseite und bei TVs und Projektoren am Eingang.
MacrovisionUrsprünglich von der amerikanischen Firma Macrovision entwickelt, um das Kopieren von VHS Cassetten zu verhindern. Macrovision erzeugt ein Störsignal im analogen Videosignal und bringt die automatische Helligkeitsaussteuerung der Videosignalverarbeitung ausser Tritt. Das Macrovision-Störsignal wird von allen DVD-Playern und Sat-Receivern ausgegeben, wenn im digitalen Datenstrom eine entsprechende Anweisung vorhanden ist.
Magic GateSicherheitssystem von Sony. Wird im Zusammenhang mit Memory Sticks eingesetzt, um das unzulässige Kopieren von digitalen Inhalten zu verhindern. Wird auch bei der Playstation 2 verwendet.
SCMS, CGMSMagic GateSerial Copy Management System bzw. Copy Generation Management System. Beides sind digitale Systeme, die regeln, was wie oft kopiert werden darf. Liefert darüber hinaus eine Kennung, die wievielte Kopiergeneration eine Aufnahme ist.
WatermarkingDigitales Wasserzeichen im Datenstrom. Vorgesehen für DVD-Audio und Super-Audio-CD. Neben dem Wasserzeichen im Datenstrom besteht die Möglichkeit, ein "optisches Wasserzeichen" auf der Disc zu realisieren. Dadurch können Originale eindeutig gekennzeichnet werden.
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